22.04.2015

Welttag des Buches

"Für Autoren überlebenswichtig"

Berufsverband fordert die Einführung des Verleihrechts.
Welttag des Buches: "Für Autoren überlebenswichtig"

Am 23. April wird das Buch gefeiert: Autoren lesen vor Publikum, ihr Schaffen erhält verstärkte Aufmerksamkeit.

Der 23. April ist aber auch der Tag des Copyrights. Schweizer Autoren appellieren daran, für ihre Arbeit auch angemessen entschädigt zu werden. Sie fordern deshalb die Einführung eines zeitgemässen Verleihrechts. Denn bisher werden Autoren nicht entschädigt, wenn ihre Werke digital oder analog in den Bibliotheken ausgeliehen werden - obschon das "Verleihrecht" seit 1992 verbindlich in allen EU-Ländern gilt.

"Es geht hierbei nicht um riesige Beträge. Da sich das Gehalt eines Autors jedoch aus vielen Einzelstücken zusammensetzt, ist jede Einnahmequelle wichtig", sagt Nicole Pfister Fetz, Geschäftsführerin des Berufsverbands der Autorinnen und Autoren in der Schweiz (AdS) gegenüber persoenlich.com. Die Forderung sei deshalb nicht nur eine Grundsatzfrage, sondern für Autoren durchaus überlebenswichtig.

Der freie Zugang in Bibliotheken zu Büchern sei grundlegend für die Vermittlung von Inhalten - die öffentliche Hand stellt dazu auch die notwendigen Mittel zur Verfügung. Die Autoren bleiben jedoch aussen vor. Zudem stellen Bibliotheken Inhalte immer mehr auch digital zur Verfügung, was eine rasante Zunahme der Ausleihe zur Folge hat.

Auch in der Politik wurde das Verleihrecht schon mehrmals diskutiert. Seit 2013 ist eine entsprechende Motion hängig. Zudem hat der AdS eine Petition lanciert, die bereits von über 600 Personen unterschrieben wurde. "Diese nutzen wir momentan vor allem als Unterstützungsintrument für unsere Lobbyarbeit", so Pfister Fetz weiter. Die Petition offiziell einzureichen, behalte man sich aber vor. (nb/pd)


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