Frau Studer, am Mittwoch stehen Sie in der Maag-Halle mit dem Abba-Musical «Mamma Mia» auf der Bühne (persoenlich.com berichtete). Wie ist Ihre momentane Befindlichkeit? Sind Sie noch nervös?
Ich freue mich sehr auf die Premiere und dass es endlich mit dem Spielen losgeht nach der intensiven Probezeit. Nervös bin ich noch nicht, aber das kommt wohl noch.
Wodurch unterscheidet sich diese Produktion von anderen Musicals, bei denen Sie bereits die Hauptrolle spielten?
Ich habe noch nie in einem Compilation-Musical gespielt. Also ein Stück, das aus lauter Hits besteht, die ich persönlich seit der Kindheit im Ohr habe.
Abba scheint Sie wirklich durch das ganze Leben zu begleiten …
Ja, ich war ein ganz grosser Fan und durfte 1979 sogar ins Hallenstadion. Mein erstes Konzert! Später habe ich mich dann musikalisch anders orientiert, aber die Songs finde ich bis heute grossartig. Und spätestens seit dem Film «Mamma Mia» zeigt sich, wie diese Musik ganze Generationen immer noch abholt und begeistert.
«Ich trage diese Erinnerung wie ein Schatztrückli in mir»
Nun ist es wieder ein Jahr her, seit Sie den ESC in Basel moderierten. Wie fest hat dies Ihr Leben verändert?
Verändert hat sich nicht viel, ausser dass ich diese Erinnerung wie ein Schatztrückli in mir trage und masslos dankbar bin, dass ich das erleben durfte. Und mich über so viel positiven Zuspruch gefreut habe.
Am Wochenende wurde die ganze Produktion mit dem Prix Walo ausgezeichnet, beim Publikumspreis schafften Sie es und Ihre Moderationspartnerin Hazel Brugger auf den zweiten Rang. Was bedeuten Ihnen diese Auszeichnungen?
Ein Preis ist eine Anerkennung, und die hat die ESC-Produktion wirklich verdient. Da haben so viele Leute mit Herzblut und Können daran gearbeitet. Das war wirklich ein Feuerwerk an Engagement und positivem Spirit.
Am 9. Mai strahlt das Schweizer Fernsehen die Doku «Die Sandra-Studer-Story» aus. Welche Erfahrung war dies für Sie?
Ich war, ehrlich gesagt, am Anfang nicht sicher, ob ich das machen wollte. Weil ich mich nicht für interessant genug hielt für einen Dokfilm. Aber dann schaut man zurück und erkennt, dass man inzwischen ein Fernseh-Dinosaurier ist (lacht). Insofern kann es also doch Spass machen, zurückzuschauen. Nicht nur auf mich, sondern auf eine Zeit, die viele von uns noch erlebt haben und die die Entwicklung des Fernsehens und des ESC zeigt.
Worauf freuen Sie sich dieser Tage am meisten?
Ich freue mich darauf, den Frühling noch zu geniessen. Nach den Probewochen kann ich jetzt tagsüber wieder mal an die frische Luft. Auch wenn der Heuschnupfen auf mich wartet.

