19.08.2014

Preis für die Freiheit

Journalist und Satiriker teilen sich die Auszeichnung

Maureno Bernasconi und Andreas Thiel erhalten je 100'000 Franken.

Der Satiriker Andreas Thiel und der Journalist Maureno Bernasconi teilen sich den Preis für die Freiheit 2014 der Bonny Stiftung. Geehrt werden sie, weil sie sich "um die Erhaltung der Freiheit verdient gemacht haben".

Die beiden Preisträger "löcken wider den Stachel, schwimmen gegen den Mainstream", heisst es in der Laudatio des am Dienstag in Bern vergebenen Preises. Jeder erhebe auf seine Art die Stimme für die Freiheit. Und dafür teilen sich die beiden den mit 100'000 Franken dotierten Preis.

Im Oeuvre des Journalisten fänden sich als fil rouge "Kernaspekte, die unsere freiheitliche Schweiz ausmachen: die Verteidigung der Italianità in der Schweiz und der Stellungsbezug gegen einen Bevormundungsstaat".

Thiel seinerseits wird gelobt für seine "provokativen, manchmal absurd-witzigen, immer aber intellektuell fordernden Texte". Sie liessen uns "zuerst leer schlucken, dann schmunzeln und dann nach- und weiterdenken".

Biografische Welten
Biografisch trennten die beiden liberalen Sprachkünstler Welten, inhaltlich verbinde sie vieles: "Vor allem den Mut zur klaren, pointierten Meinung und zur liberalen, freiheitlichen Haltung", heisst es in der Laudatio weiter.

Die Bonny Stiftung für die Freiheit war im Mai vergangenen Jahres vom Berner alt Nationalrat Jean-Pierre Bonny (FDP) mit einem Stiftungskapital von 10 Millionen Franken gegründet worden. Sie hat die  Förderung freiheitlicher und liberaler Werte zum Ziel. Jedes Jahr sollen 100'000 Franken vergeben werden an Persönlichkeiten und Institutionen, die sich für Freiheitsideale einsetzen.

Der erste Bonny Preis für Freiheit ging an den Publizisten Beat Kappeler. (sda)


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