Die Worte des Churer Bischofs zum Thema Sexualität sind am Sonntag irrtümlicherweise als Hirtenbrief verbreitet worden. Ein Kommunikationspatzer, wie der Bischofssprecher Giuseppe Gracia am Montag auf Anfrage einräumte.
Die bischöflichen Ausführungen zum Thema "Genderismus" müssen von den katholischen Priestern im Lande nicht von der Kanzel verlesen werden. Der Rundumschlag Huonders gegen Homo- und Transsexuelle ist kein Hirtenbrief, sondern ein Wort des Bischofs zum Tag der Menschenrechte, der am Dienstag stattfindet.
Der Kommunikationschef des Bischofs bedauert den Lapsus: "Dumm von mir", sagte Giuseppe Gracia auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Gracia schreibt im Begleittext zu Huonders Betrachtungen gleich zwei Mal von einem Hirtenbrief.
Der 71-jährige Churer Bischof kritisiert in seinem Text, der Genderismus leugne die "Vorgabe der Natur". "Der Mensch existiert, so die Schöpfungsordnung, als Mann oder Frau", meint der Kirchenmann. Über die Vorgabe des Schöpfers dürfe der Mensch nicht verfügen. (sda)

