27.04.2010

Basel

Kompetenzzentrum für Digital-Kunst geplant

Bundesamt für Kultur soll Projekt unterstützen.

In Basel soll ein schweizerisches Kompetenzzentrum für digitale Kunst entstehen: Für die Gründung einer Stiftung "Haus der elektronischen Künste" haben die Basler Christoph Merian Stiftung (CMS) und der Kanton Mittel von 110'000 Franken gesprochen. Die Gelder stammen aus dem Anteil des CMS-Ertrags, der der Einwohnergemeinde Basel zusteht. In der Stiftung zusammenkommen sollen das Festival für elektronische Künste "Shift", das Forum für neue Medien "plug.in" und das Sammlungsprojekt "Digital Art Store/Digital Collection", wie die Basler Regierung am Dienstag mitteilte.

"Shift" war aus dem früheren "Viper"-Festival hervorgegangen und fand 2009 zum dritten Mal statt. "plug.in" kümmert sich seit zehn Jahren um Vermittlung und Vernetzung. Das Sammlungsprojekt ist noch im Aufbau befindlich. Mit den drei Medienkunstaktivitäten liege Basel indes landesweit an der Spitze, heisst es in der Mitteilung. Den Vorteil gelte es zu nutzen: Ziel sei, ein Kompetenzzentrum zu schaffen, das vom Bundesamt für Kultur (BAK) als nationale Institution anerkannt und unterstützt würde. Die Bereitschaft dazu habe ein BAK-Vertreter an der letzten "Shift"-Vernissage auch signalisiert, sagte ein CMS-Sprecher auf Anfrage.

Untergebracht werden soll das "Haus für elektronische Künste" im "Kunstfreilager", einem von der CMS im früheren Zollfreilager Dreispitzareal geplanten Cluster von Kunstaktivitäten. Neben der Stiftung sollen in einem Neubau auch das Internationale Austausch- und Atelierprogramm Region Basel (iaab) und das Kunsthaus Baselland unterkommen. (sda)


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