20.10.2014

Todesfall

Maler Wolfgang Hutter mit 85 Jahren verstorben

Er gilt als Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

Der österreichische Maler Wolfgang Hutter ist tot. Medienberichten zufolge ist der Vertreter des Phantastischen Realismus bereits am 26. September verstorben. Er wurde 85 Jahre alt.
 
Der 1928 in Wien geborene Hutter gilt neben Ernst Fuchs, Arik Brauer oder Anton Lehmden als Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Er lebte zuletzt zurückgezogen und habe auch nicht gewollt, dass sein Tod bekannt wird.
 
Als "märchenhafte Szenen von ergreifender Sensibilität und pulsierender Stärke" bezeichnete Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny Hutters Arbeiten, als dem Künstler 2011 das Goldene Ehrenzeichen der Stadt verliehen wurde.
 
Hutters künstlerisches Gesamtwerk umfasst neben Ölbildern und Grafiken auch zahlreiche Bühnenbildentwürfe für die Wiener Staatsoper, die Volksoper, das Theater an der Wien, das Opernhaus Graz und das Theater in der Josefstadt.
 
Wolfgang Hutter pflegte eine dekorative, von stilllebenartigen Szenarien bestimmte Malerei. Zu seinen Hauptmotiven gehörten Frauen und Pflanzen. Seine Bilder waren unter anderem bei den Biennalen in Venedig (1950 und 1964), São Paulo (1953 und 1963), Tokio (1961) und Florenz (1975) sowie im Rahmen zahlreicher Einzel- und Sammelausstellungen in Europa, Israel, den USA und Japan zu sehen.


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