13.05.2024

ESC

Nächtliches Bad in Fan- und Medienmenge

Nemo und die Schweizer Delegation des Eurovision Song Contest sind zurück in der Schweiz. Nach einem Fan-Empfang am Flughafen Zürich-Kloten gab es am Sonntag zur nächtlichen Stunde eine Medienkonferenz bei SRF am Leutschenbach. Dort äusserte sich auch Unterhaltungschef Reto Peritz im persoenlich.com-Videointerview.
ESC: Nächtliches Bad in Fan- und Medienmenge
Medien und Fans haben das Bieler Musiktalent Nemo am Flughafen Zürich in Empfang genommen. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Das ist ein Novum in der Geschichte der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG: Eine Medienkonferenz, die erst nach 23.30 Uhr startet. Eigentlich hätte Nemo nach dem Packen der Koffer im schwedischen Malmö direkt nach Biel reisen wollen. Doch aus diesen Plänen wurde vorerst nichts. Nach der Landung am Flughafen Zürich in Kloten und einem kurzen Bad in der dort anwesenden Fan-Menge ging es direkt weiter zum SRF-Campus Leutschenbach in Zürich-Oerlikon zur ersten Medienkonferenz in der Schweiz. Einmal in Biel angekommen, hätte man Nemo wohl kaum so schnell wieder nach Zürich gebracht.

Eine Handvoll Medienschaffende – darunter solche von GlücksPost, Tages-Anzeiger oder RTS – haben mit dem Anziehen ihrer Pyjamas zugewartet, um zu vorgerückter Stunde bei SRF auf Nemos Ankunft zu warten. Weit mehr Journalistinnen und Journalisten – beispielsweise von SRF, Keystone-SDA, 20 Minuten oder Blick – gingen zuerst an den Flughafen Zürich, wo die Maschine LX 1273 mit reichlich Verspätung um 22.28 Uhr auf Schweizer Boden aufsetzte. Als dann später Nemo mit dem Tross aus ESC-Delegation und Medienschaffenden im Foyer des SRF-Zuschauerempfangs eintraf, kehrte dort mit gegen 50 Personen Leben ein. Souverän moderiert wurde die Medienorientierung von Sven Epiney, wenn auch mit leicht gezeichneter Stimme.

Nemo, sichtlich mitgenommen von den Ereignissen, aber immer noch gut gelaunt, sagte: «Noch nichts von dem, was passiert ist, ist zu 100 Prozent bei mir angekommen. Die letzten zwei, drei Wochen waren die intensivsten und ereignisvollsten in meinem Leben.» Bei der Fragerunde wollte eine Journalistin von Nemo wissen, wie das Musiktalent im Falle eines Sturzes vom Kreisel, auf dem eine gewagte Performance stattgefunden hatte, reagiert hätte:


In der Nacht auf Sonntag kurz vor 1 Uhr war klar: Nemo holt den Eurovision Song Contest (ESC) in die Schweiz (persoenlich.com berichtete). Nach dem ESC ist vor dem ESC: Eine Taskforce der SRG hat die Planungsarbeiten gestartet. In welcher Stadt der ESC 2025 stattfinden soll, ist noch offen. Bereits am Sonntag haben erste Städte ihre Hüte in den Ring geworfen. Im persoenlich.com-Videointerview sagt SRF-Unterhaltungschef Reto Peritz, dass für ihn das Engagement der Städte im Auswahlprozess sehr wichtig sei. Auch zur SRG-Initative «200 Franken sind genug» äussert er sich:


Fun Fact: Pünktlich um Mitternacht ging im Foyer das Licht aus und es dauerte einen Moment, bis die entsprechenden Schalter gefunden waren, damit im Anschluss die individuellen Interviews noch geführt werden konnten. Nemo verzichtete allerdings auf Einzelinterviews. «Ich werde in den Garten meines Elternhauses gehen, mich hinlegen und versuchen, etwas runterzukommen», so Nemo kurz vor der Rückreise nach Biel.

Mit Verspätung in Zürich gelandet

Zuvor am Flughafen Zürich brauchten die rund 100 Fans Geduld, bis sie Nemo endlich auf heimischem Boden sehen konnten. Der Flug hatte rund 45 Minuten Verspätung. Erst um 23 Uhr kam Nemo in die Ankunftshalle, wo die Menge Nemo frenetisch mit Sprechchören begrüsste. Zum Empfangskomitee gehörte auch der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr (SP), der später auch an der Medienkonferenz anwesend war.

Viele der vorwiegend jungen Fans hüllten sich in Nicht-Binär-Flaggen, die in den Farben Gelb, Weiss, Violett und Schwarz gehalten sind. An eine solche Flagge hatte sich Nemo bei der nervenaufreibenden Punktevergabe am Samstagabend geklammert.

Der Fanaufmarsch wurde so zur Demonstration für die Rechte von nicht binären Menschen. Im vergangenen November hatte sich Nemo als nicht binär geoutet. Nicht binäre Menschen identifizieren sich mit keinem Geschlecht, fühlen sich also weder als Mann noch als Frau.



Angereichert mit Material der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.


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