Die amerikanische Filmproduktionsfirma Halcyon versteigert diese Woche die Rechte an den "Terminator"-Filmen. Nach Informationen der "Financial Times" haben sowohl Finanzinvestoren als auch sämtliche grossen Filmstudios Interesse bekundet. Bislang zählen die "Terminator"-Filme zu den wenigen Blockbusterfilmen, die nicht von einem grossen Filmstudio kontrolliert werden. Das Interesse ist deshalb gross.
Der Verkauf wird zeigen, wie hoch Filmrechte derzeit bewertet werden. Für die Rechte an der Comicserie "Teenage Mutant Ninja Turtles" bezahlte der Fernsehsender Nickelodeon vor ein paar Wochen 60 Millionen Dollar. Zu den Interessenten für die "Terminator"-Rechte zählt offenbar auch Platinum Equity, der US-Finanzinvestor, dem der Autozulieferer Delphi gehört. Die Beteiligungsgesellschaft war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Unter den grossen Filmstudios sei Sony Pictures der führende Interessent, sagte ein Insider. Das Studio wollte die Angelegenheit nicht kommentieren. Ausserdem interessiert seien Summit Entertainment, die Produktionsfirma der Serie "Twilight", und Media Rights Capital, das Unternehmen hinter dem Sacha-Baron-Cohen-Film "Bruno", so der Insider.
Der Käufer kann die Rechte sowohl für neue "Terminator"-Filme als auch für Fernsehproduktionen und Anderes nutzen. Die Rechte an den frühen "Terminator"-Filmen mit Arnold Schwarzenegger sind in dem Geschäft allerdings nicht erhalten. Durchgeführt wird die Versteigerung von FTI Capital Advisers, einem Beratungsunternehmen, das Halcyon vor Kurzem engagierte, als es Gläubigerschutz beantragte. Dazu war es durch einen Streit mit dem Hedge-Fonds Pacificor gekommen, der Halcyon Geld für den Kauf der "Terminator"-Rechte geliehen hatte.
Die "Terminator"-Filmrechte wechselten bereits häufig den Besitzer. Halcyon kauften sie vor zwei Jahren für 25 Millionen Dollar von Mario Kassar, dem Produzenten von "Terminator 2: Judgement Day". Kevin Shultz, Geschäftsführer bei FTI, wollte nicht bekannt geben, welche Unternehmen bereits Interesse an den Filmrechten bekundet haben. Er verwies aber auf den 60 Millionen Dollar schweren Deal mit den Rechten der "Teenage Mutant Ninja Turtles". "Wir haben Rechte, die für das Dreifache des Kinoerlöses verkauft wurden", so Shultz. (Quelle: Financial Times Deutschland)

