Die Schweiz profitiert dieses Jahr nicht von der europäischen Filmförderung, wie die "SonntagsZeitung" schreibt. Isabelle Chassot, Chefin des Bundesamts für Kultur (BAK), hat die offizielle Bestätigung erhalten: "Seit Freitag wissen wir, dass wir 2014 nicht beim Media-Programm teilnehmen, und auch für 2015 ist eine Beteiligung unsicher", sagt sie gegenüber der Zeitung.
Die Schweiz macht seit 2006 mit und führte Gespräche über eine Fortsetzung. Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative wurden die Verhandlungen auf Eis gelegt (persoenlich.com berichtete) - bis am Freitag nun das definitive Aus kam.
Den Filmschaffenden entgeht neben europäischen Fördergeldern auch eine Möglichkeit für den Verleih ins Ausland. Zusätzlich sei es bedauerlich, dass die Schweizer Realität im Ausland weniger gezeigt werde, wird Chassot im Interview mit "Le Matin Dimanche" zitiert. Das BAK sucht nach Alternativen, die es den Schweizer Filmern erlauben, die europäischen Netzwerke zu nutzen, heisst es weiter. (SoZ)

