Burri begann ihre künstlerische Laufbahn mit Ballettunterricht in Bern und absolvierte später eine Ausbildung an der Staatlichen Ballettschule in Berlin. Engagements führten sie unter anderem zu Maurice Béjart, ins Moulin Rouge in Paris und an das Staatstheater Saarbrücken. 2007 wagte sie mit 30 Jahren den Schritt zur Kontorsion – eine Entscheidung, die ihr weltweite Auftritte und Anerkennung einbrachte.
Wie Burri am Freitag in einer Mitteilung an «Freund:innen, Fans und Medienschaffende» schreibt, wird sie per Ende 2026 ihre Karriere als Kontrsionistin beenden. «Der Abschied von meiner flexiblen Kunst fällt mir unglaublich schwer», teilt sie mit. Doch eine hartnäckige Verletzung, die beinahe eine Operation erfordert hätte, lasse ihr keine Wahl.
Von Ballett zur Kontorsion
Die Umorientierung vom Ballett zur «Schlangenfrau» begann sie 2007 an der International Art School in Peking im vergleichsweise hohen Alter von 30 Jahren. Trotz anfänglicher Skepsis etablierte sich Burri schnell in der internationalen Szene. Ihre Auftritte führten sie nach Las Vegas, New York, Japan, Südafrika und in den Schweizer National-Circus Knie.
Zu ihren grössten Erfolgen zählen der zweite Platz bei «Die grössten Schweizer Talente» (SRF, 2011), Finalteilnahmen bei internationalen Talent-Shows sowie ein «Lifetime Achievement Award» im Jahr 2021. Neben Bühnenauftritten war sie auch in Werbung, Film und Fernsehen präsent.
Wettermoderatorin bei Tele Züri
Seit einem Jahr studiert Burri Ergotherapie. Parallel dazu arbeitet sie in Teilzeit als Wettermoderatorin bei den Regionalsendern von CH Media, darunter Tele Züri. Die berufliche Neuorientierung fiel ihr nicht leicht. «Ich habe Verschiedenes ausprobiert. Dank des Studiums ist es mir leichter gefallen, den Schlusspunkt zu setzen», sagte Burri gegenüber der Schweizer Illustrierten. Sie könne sich vorstellen, künftig mit Kindern oder psychisch kranken Menschen zu arbeiten. (pd/nil)

