03.11.2008

Videospiele

Spielerische Nikotinentwöhnung

Selbsthilfe-Games werden auf portablen Konsolen populär.

Am Videospielmarkt zeichnet sich ein neuer Trend ab, der den Kampf in virtuellen Welten mit einem realen Ziel im Leben der Nutzer verbindet. Konkret geht es dabei um sogenannte "Selbsthilfe-Games", die dem Spieler dabei helfen sollen, ein persönliches Ziel zu erreichen oder eine bestimmte Fähigkeit zu trainieren. Jüngstes Beispiel für das neue Spielgenre ist der Titel "My Stop Smoking Coach with Allen Carr", der am 13. November in Deutschland für die Handheld-Konsole Nintendo DS veröffentlicht wird.

In der Videospielumsetzung des bekannten Selbsthilfe-Autors Allen Carr, der mehrere Bücher zu diesem Thema verfasst hatte, werden dem Spieler verschiedene Lektionen vermittelt, die ihm die Abgewöhnung des Rauchens erleichtern sollen. Unterstützung erhält er dabei von einem virtuellen Coach, der ihm nützliche Ratschläge zu seiner Situation gibt und ihn während der schwierigen Abgewöhnungsphase mental unterstützt.

Dass Videospiele neben dem spielerischen Erlebnis auch einen konkreten praktischen Nutzen für die Spieler haben können, hatte eine Studie der schottischen Unterrichtsorganisation Learning and Teaching Scotland (LTS) bereits Ende September bestätigt. In einem breit angelegten Forschungsprojekt, das über 600 Schüler an 32 Schulen in Schottland umfasste, hatten LTS-Forscher die Auswirkungen des Nintendo-DS-Spiels "Dr. Kawashima's Brain Training" auf die Mathematikfähigkeiten der Probanden untersucht. Die Wissenschaftler fanden dabei laut eigenen Angaben "den ersten unabhängigen wissenschaftlichen Beweis, dass diese Art von Computerspiel einen positiven Effekt auf das Leistungsvermögen haben kann".


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