08.10.2014

Bern

Stadt eröffnet fiktiven Skulpturenpark

Es gibt darin nichts zu sehen.
Die Stadt Bern eröffnet am Sonntag einen Skulpturenpark, in dem nichts zu sehen sein wird. Besucher bekommen aber im Park namens "Der Elefant ist da" etwas zu hören: Beschreibungen von Skulpturen, die den Berner Helvetiaplatz potenziell bereichern könnten.
 
Wer sich die imaginären, von zehn Künstlerinnen und Künstlern "entworfenen" Skulpturen "ansehen" respektive anhören will, kann sich auf der Internetseite derelefantistda.ch eine Audiodatei aufs Smartphone herunterladen. Oder er besorgt sich ein Leih-Abspielgerät in zwei Gebäuden am Berner Helvetiaplatz.
 
Der "Hörspaziergang" durch die erdachten Werke von zehn Künstlerinnen und Künstlern dauert dann rund 20 Minuten, wie die Stadt Bern am Mittwoch mitteilte.
 
Hintergedanke der "Schau" ist laut Angaben der Stadt Bern, dass sich Städte und Gemeinden der Schweiz in letzter Zeit schwer tun mit der Neuanschaffung grosser, auf langfristigen Bestand angelegter Plastiken. "Die repräsentativen städtebaulichen Gesten übernimmt die Architektur".
 
Mit dem imaginären Skulpturenpark "Der Elefant ist da" liessen sich nun aber "unerschrockene Gesten des Monumentalen feiern". Der fiktive Park wird kuratiert von den Künstlerinnen Muda Mathis, Sus Zwick und Fränzi Madorin. Das Projekt läuft bis zum 11. Oktober 2015. (sda)

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