25.04.2010

Panini

Sticker-Kult erlebt Boom ohne Ende

Täglich werden acht Millionen Stickertüten produziert.

Am kommenden Montag startet in Deutschland und Österreich der offizielle Verkauf der Panini-Sticker zur FIFA WM 2010 in Südafrika. Damit geben sich wieder Millionen von Kindern aber auch Erwachsenen der Sammelleidenschaft hin und versuchen, die 640 Sticker für das WM-Album möglichst schnell zusammenzubekommen. Was 1945 mit einem kleinen Zeitungsstand im norditalienischen Modena begann, ist im Lauf der Jahrzehnte zum weltweit grössten Produzenten von Stickern und Aufklebern geworden.

Die Entwicklung des italienischen Unternehmens Panini ist aber nicht nur eine Erfolgs-, sondern auch eine Familiengeschichte. Bruno Bolchi war die Nummer eins, zumindest in der Panini-Historie. Schliesslich zierte der Mittelfeldspieler und Kapitän von Inter Mailand 1961 den ersten Panini-Sticker. Bis heute finden sich die Konterfeis von tausenden Fussballern auf den legendären Klebebildern wieder, unter ihnen Weltstars wie Maradona oder Cristiano Ronaldo, aber auch fast vergessene Spieler wie Herbert Heidenreich oder die "bergische Eiche" Dirk Hupe.

Die Weltmeisterschaft 2006 bescherte Panini einen Rekordumsatz von 100 Mio. Euro in Deutschland und einer Mrd. Dollar weltweit. Durchschnittlich besaß damals jeder deutsche Bundesbürger zehn Sticker. 2010 möchte das Unternehmen an diese Erfolge anknüpfen. Vor dem offiziellen Verkaufsstart am 26. April wurden im Werk Modena täglich acht Mio. Stickertüten produziert und während der WM-Zeit werden täglich 40 Mio. Einzelbilder in die ganze Welt versendet. In den vergangenen 40 Jahren sind insgesamt bereits 20 Milliarden Sticker hergestellt worden. (pte)


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