27.03.2014

IFPI Schweiz

Umsatz der Musiklabels sinkt weiter

Wachstum im Digitalbereich kann Rückgang bei CDs nicht kompensieren.

Die 31 im Branchenverband der Ton- und Tonbildträgerhersteller, IFPI Schweiz, zusammengeschlossenen Musiklabels erzielten 2013 einen Gesamtumsatz von 92,3 Millionen Franken und somit 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Dies entspricht dem seit über zehn Jahren andauernden Abwärtstrend, wonach die Umsätze seit 2003 um insgesamt 63 Prozent zurückgegangen sind. Massgebend geprägt wird dieser Trend durch anhaltende Umsatzeinbussen im traditionellen CD-Geschäft, wie der Mitteilung vom Donnerstag zu entnehmen ist.

Das Digitalgeschäft im Internet vermag diese Einbussen nicht wettzumachen, obwohl sich der Umsatz mit Streaming-Angeboten verfünffacht hat. Die Entwicklung des Digitalgeschäfts wird nach Ansicht des IFPI zu sehr durch illegale Angebote und einen ungenügenden Rechtsrahmen gehemmt.

Erfolgreiche Schweizer Musiker
Musikalisch setzt sich der Trend zu Schweizer Musik fort. Drei Schweizer Künstler - Beatrice Egli, DJ Antoine und Bligg - haben 2013 den Sprung in die Jahres-Top-10 der von GfK Entertainment ermittelten Offiziellen Schweizer Album-Hitparade geschafft, in den Top 100 waren insgesamt sogar 22 Alben von Schweizer Interpreten vertreten. Umsatzstärkste Genres in der Schweiz bleiben Pop- und Rockmusik, wobei Schlager zulegen konnte und stärker in den Fokus des Schweizer Musikgeschehens rückt.

Insgesamt bleibt die Schweiz ein Musikmarkt im Umbruch. Das Wachstum im Digitalbereich ist erfreulich, verläuft aber nicht schnell genug, um den Rückgang im physischen Geschäft wettzumachen. Der erneute Umsatzrückgang steht im Kontrast zum europäischen Markt, der 2013 dank einem digitalen Wachstum von über 13 Prozent insgesamt sogar leicht zulegen konnte. (pd)


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