Der neue Action-Blockbuster "Wanted" sorgt nicht nur für positive Schlagzeilen. Wie der "Guardian" berichtet, hat die zuständige Kontrollbehörde Advertising Standards Authority (ASA) zwei Webeplakate zum Film in Grossbritannien wegen gewaltverherrlichenden Darstellungen verboten. Darauf werden die beiden Hauptdarsteller Angelina Jolie und James McAvoy in verschiedenen Positionen mit Schusswaffen in der Hand gezeigt.
Auf einem Plakat liegt Jolie etwa rücklings auf der Motorhaube eines Autos und umklammert eine Handfeuerwaffe.Im dazugehörigen Text heisst es: "Wir fuhren mit atemberaubender Geschwindigkeit durch die Nacht und zerstörten alles, was sich uns in den Weg stellte ... Willkommen in der Bruderschaft. Wir sind ein Team von Attentätern, die Waffen des Schicksals. Töte einen, rette Tausende".
"Unserer Auffassung nach billigen diese Werbungen stillschweigend den Einsatz von Gewalt und preisen die Nutzung von Waffen an", stellt die ASA fest. Laut Angaben der Kontrollbehörde seien insgesamt 18 Beschwerden bezüglich der "Wanted"-Plakate aus der Bevölkerung eingegangen, seitdem der Film im Juni in die britischen Kinos gekommen war. Dabei hätten sich die Bürger durchwegs über die Glorifizierung von Gewalt und Schusswaffengebrauch in den gezeigten Darstellungen beschwert. Diese würden Menschen zu Gewalttaten anstacheln und unsoziale Verhaltensweisen provozieren, so der Tenor der Kritik.
Den Bedenken der Bürger gab die ASA zwar nur teilweise Recht, die betreffenden Plakate dürften aber in ihrer jetzigen Form dennoch nicht mehr verwendet werden, so der Urteilsspruch der Kontrollbehörde. Die Wahrscheinlichkeit, dass die betreffenden Werbeplakate tatsächlich zu ernsthafter Gewalt führen würden, sei eher gering, räumt die ASA in der Begründung des Plakatverbots ein. "Die meisten Teile der Bevölkerung verstehen sehr gut, dass sich diese Poster lediglich auf die Inhalte eines Actionfilms beziehen". (pte)

