10.06.2014

Todesfall

Westschweizer Künstlerin Emilienne Farny gestorben

Die 76-Jährige brachte ihre Umgebung mit ironischem Blick auf die Leinwand.

Die Lausanner Malerin und Bildhauerin Emilienne Farny ist am Samstag im Alter von 76 Jahren gestorben, wie ihre Familie am Dienstag mitteilte. Ihre ersten Bilder entstanden in den 1960er Jahren in Paris. Auf die Leinwand brachte sie mit teilweise ironischem Blick ihre unmittelbare Umgebung.

Geboren wurde Emilienne Farny 1938 in Neuenburg. Nach der künstlerischen Ausbildung in Lausanne lebte sie ab 1962 in Paris, wo sie sich insbesondere für die US-amerikanische Pop Art interessierte. Wichtig waren ihr Künstler wie Edward Hopper und David Hockney. Thematisch beschäftigte sie sich mit der Entwicklung und mit den Veränderungen urbaner Strukturen.

1972 kam Farny zurück nach Lausanne. Hier entstanden Bilderserien wie "Le Bonheur suisse", "Le Regard" oder "Paysages après meurtre". In ihren jüngsten Werken widmete sich die Künstlerin städtischen Themen wie Graffitis, Werbung, Parkhäusern und Troittoirs. Als Bildhauerin setzte sie sich zudem mit der Zerstörung urbaner Lebensräume auseinander.

Emilienne Farny hatte zahlreiche Ausstellungen in der Schweiz und in Paris. Verheiratet war sie mit Michel Thévoz, dem ehemaligen Direktor der Collection de l'Art brut in Lausanne. (sda)


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