13.11.2009

Videospielmarkt

Zahlen schwanken zwischen Hoch und Tief

Einbruch um 19 Prozent in den USA.

Die Videospielbranche befindet sich zurzeit auf einer Berg- und Talfahrt. Nachdem Zahlen vom September noch darauf hindeuteten, dass sich der US-Markt wieder erholt, sind die Verkäufe laut NPD-Erhebungen im Oktober nun wieder um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Somit gab es von September auf Oktober ein Minus von 16,4 Prozent.

Ein klarer Ausreisser ist Activisions Call of Duty: Modern Warefare 2. Das Game legte gleich zum Verkaufsstart Rekordzahlen hin. Auch auf die kommende Weihnachtssaison setzt die Videospielindustrie wieder grosse Hoffnungen. Anita Frazier, Analystin bei NPD, versucht darüber hinaus die schlechten Oktober-Zahlen zu relativieren. Die Einbrüche seien zwar deutlich, aber der vergangene Monat habe immer noch das drittbeste Oktober-Ergebnis der Geschichte geliefert.

Laut Frazier sind Wirtschaftskrise und hohe Arbeitslosenrate zu einem grossen Teil mitverantwortlich für die Turbulenzen im Videospielsektor. Befragungen hätten gezeigt, dass viele Konsumenten zwar glauben, dass es mit der Wirtschaft wieder bergauf gehe, würden ihre persönliche Situation jedoch als sich verschlechternd bewerten. Das kann laut NPD auch Auswirkungen auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft haben.

Trotz allgemein schlechter Verkaufszahlen gab es für jeden einzelnen grossen Konsolenhersteller im Oktober auch positive Aspekte. So sahen die seit einiger Zeit geknickten Wii-Verkäufe für Nintendo gar nicht so schlecht aus - die Konsole lag wieder auf Platz eins. Sony erzielte mit seiner PS3 ein deutliches Wachstum vom 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Microsoft durfte sich darüber freuen, quer über alle Kategorien hinweg mit der Xbox 360 den insgesamt grössten Anteil an Verkäufen eingefahren zu haben. Die Plattform repräsentierte im Oktober 27 Prozent der Gesamtverkaufszahlen in der Videospielbranche. (pte)


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