23.01.2026

Michael Conrad

«Mein erster Eindruck vom Westen war eine Coca-Cola-Flasche»

Im Podcast «50 Jahre ADC» erzählt Werbelegende Michael Conrad von seiner Flucht in den Westen, einem karrierefördernden Vollrausch und Jean-Remy von Matts Unbehagen in seiner Agentur. Seine Weltkarriere führte ihn von Lürzer Conrad in Frankfurt bis zum Kreativchef von Leo Burnett International in Chicago.
Michael Conrad: «Mein erster Eindruck vom Westen war eine Coca-Cola-Flasche»
Werbelegende Michael Conrad (links) im Gespräch mit Matthias Ackeret, Verleger und Chefredaktor von «persönlich» und persoenlich.com, für die dritte Folge des Podcasts «50 Jahre ADC». (Bild und Grafik: Corinne Lüthi)

Michael Conrad ist weltweit einer der berühmtesten, einflussreichsten und meistausgezeichneten Werber. Er ist in der Hall of Fame der deutschen Werbung sowie Ehrenmitglied des deutschen, des schweizerischen und des europäischen Art Director Club. 1968 startete er in Frankfurt als Texter bei Young&Rubicam und verdiente zusätzliches Geld als Barman, später wurde er CD bei Ogilvy & Mather Frankfurt und Partner bei der neu gegründeten TBWA Frankfurt. Zusammen mit Walter Lürzer gründete er Lürzer Conrad, die wohl kreativste Agentur Deutschlands der 1970er-Jahre.

1986 erfolgte der Ritterschlag: Michael Conrad wurde zum weltweiten Kreativchef von Leo Burnett International in Chicago ernannt, wo er unter anderem für den Marlboro-Man zuständig war. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz war er bei Spillmann/Felser/Leo Burnett tätig. Heute lebt er mit seiner Frau Helga in Zürich, wo er zuletzt Präsident und Mitgründer der «Berlin School of Creative Leadership» war.

Aus Anlass des Jubiläums schenkt der persönlich-Verlag dem ADC Switzerland – mit Unterstützung der Migros Supermarkt AG – den Podcast «50 Jahre ADC». Darin berichten während des ganzen Jubiläumsjahres in 50 wöchentlichen Folgen Kreative, Auftraggebende oder Agenturinhabende über die Werbebranche und ihre eigene Karriere. Der Podcast ist auf unserer Website sowie auf allen gängigen Podcastplattformen – wie Spotify oder Apple Podcast – verfügbar.

Credits

Moderation: Matthias Ackeret; Produktion: Corinne Lüthi, Christian Beck.


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KOMMENTARE

Peter Jaeggi
23.01.2026 14:56 Uhr
Er hielt den Tod am Leben "Ich hielt den Marlboro Man am Leben." - Eigentlich sollte es heissen: "Ich hielt den Tod am Leben." –… Die wissenschaftlichen Fakten, die dem Rauchen tödliche Eigenschaften anlasten, waren damals längst klar. 1950 (und auch schon vorher) zeigten verschiedene Studien endgültig: Rauchen kann Lungenkrebs verursachen. Trotzdem stieg Michael Conrad in die Marlborowerbung ein. Ich halte als eine der unethischsten Werbegeschichten aller Zeiten. Die Marlboromann war manipulativ und führte wohl Millionen in die gesundheitliche Katastrophe und letztlich in den Tod. "Die moralische Instanz der Schweizer Werbung" (Podcast) sei Conrad. – Zynisch und menschenverachtend klingt das im erwähnten Zusammenhang. Warum geht "persönlich" in diesem Text mit keinem einzigen Wort darauf ein und im Podcast nur in einem vernebelten Nebensatz?

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