Gemäss Mitteilung seien nun genügend Mittel vorhanden, um im ÖV, in Postfilialen und an Bahnhöfen für ein Ja zur Pandemiebekämpfung zu werben. Die Vorbereitungen haben am 5. November begonnen, die Kampagnenleitung rechnet damit, dass die Massnahmen spätestens ab Mitte nächster Woche sichtbar werden. Anfang dieser Woche hatte die «Ja-Kampagne der Zivilgesellschaft» noch mitgeteilt, dass sie sich noch nicht einmal eigene Plakate leisten könne (persoenlich.com berichtete). Am 4. November hatten sechs grosse Parteien – mit Ausnahme der SVP – ihre Argumente für ein Ja zum Covidgesetz präsentiert (persoenlich.com berichtete).
Für die Schweizerische Patientenorganisation steht der Schutz des Gesundheitssystems im Vordergrund. «Wir müssen unbedingt vermeiden, dass dem Bundesrat und den Behörden die Legitimation für den Kampf gegen die Pandemie entzogen wird. Für die Sicherstellung einer guten Versorgung von Unfallopfern und anderen Patienten kann dies zu einer lebenswichtigen Frage werden», lässt sich Susanne Gedamke, Geschäftsführerin der Schweizerischen Patientenorganisation SPO, in einer Mitteilung zitieren.
Bei Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, macht man sich gemäss Mitteilung mehr Sorgen über die Wirtschaftshilfen für Betriebe und Unterstützung für Berufseinsteiger und Arbeitslose, die bei einem Nein gefährdet würden. Mit der Ausweitung der Kurzarbeitsentschädigung und der Unterstützung via Erwerbsersatzordnung hätten viele Arbeitsplätze erhalten und die Einkommen von Tausenden von Menschen gesichert werden. «Man kann das Ende der Pandemie mit dieser Abstimmung nicht einfach beschliessen. Wir brauchen weiterhin das ganze Repertoire an Möglichkeiten, um das Schlimmste zu verhindern», lässt sich Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich zitieren.
Für die «Ja-Kampagne der Zivilgesellschaft» geht es am 28. November laut eigenen Angaben um mehr, als nur das Zertifikat. Jede Massnahme habe ihre Schwächen und keine sei zu 100 Prozent sicher. Es gehe deshalb darum, ob man weiterhin das gesamte Repertoire an Massnahmen gegen die Pandemie und deren wirtschaftliche Folgen zur Verfügung habe. Dies führe zur grundsätzlichen Frage, ob die Pandemie überhaupt bekämpft werden soll oder nicht. Zudem gehe es um die Frage, auf welcher Basis eine solche Entscheidung getroffen werden soll – auf der Basis von Falschinformationen, Halbwahrheiten und Verschwörungsmärchen oder auf der Basis von Vernunft, Wissenschaft und Aufklärung. (pd/tim)
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12.11.2021 16:36 Uhr

