05.02.2026

Superbowl 2026

Sieben Spots der Superlative

In der Nacht auf Montag findet der Superbowl statt. Mit Bradley Cooper, Ben Stiller oder Sabrina Carpenter bieten die Werbungen wieder ein eindrückliches Staraufgebot. Humor spielt dabei immer eine zentrale Rolle, egal ob die Clips frech oder kitschig sein sollen. Diese Spots haben die persoenlich.com-Redaktion besonders beeindruckt. Darunter ist auch eine Schweizer Firma.
Superbowl 2026: Sieben Spots der Superlative
Hollywoodstars wie Bradley Cooper und Matthew McConauhey stehen für Superbowl-Werbungen zur Verfügung. (Bild: Screenshot)

Der Frechste: «The Choice»


Die Hauptrolle in Pepsis Superbowl-Spot spielt … ein Polarbär. Ja, Pepsi eignet sich das Maskottchen seines Hauptrivalen Coca-Cola an. Es fängt bei einer blinden Degustation an. Der bekannte Bär nimmt einen Schluck Pepsi Zero und kürt es, ohne zu zögern, zum Besseren der beiden Getränke. Als er seine Augenbinde entfernt und seinen Irrtum bemerkt, verfällt er in eine existenzielle Krise. Dann trifft er eine Polarbärin, die auch Pepsi trinkt. Als sie die «Kiss Cam» bei einem Konzert mit Pepsi-Dosen in der Pfote erwischt, zeigen sie sich stolz.



Der Abgefahrenste: «For Papa!»


Der Spot von Online-Supermarkt Instacart inszeniert eine gefährliche Steigerung. Regie führte Spike Jonze, der für seine merkwürdigen Geschichten (zum Beispiel «Being John Malkovich») bekannt ist. Ben Stiller und Benson Boone verkörpern Brüder, die in einer Band singen. Boone zeigt dabei die bessere Stimme und auch mehr akrobatisches Talent. Während des Auftritts ist Stiller sichtlich genervt und probiert, seinen Bruder zu überbieten, um den verstorbenen Vater stolz zu machen. Vor Verletzungen schreckt er nicht zurück. 



Der Schrägste: «Pringleleo»


Sabrina Carpenter erschafft einen Mann aus Pringles-Chips. Zusammen erleben sie, was Pärchen in romantischen Filmen tun: Ausflüge, unter dem Restauranttisch füsseln, im Bett rumliegen. Dabei knabbert die Sängerin immer wieder an ihrem Freund. Als er nach einem ihrer Auftritte auf sie wartet, stürzt sich eine Horde Fans auf ihn, und es bleibt nur ein Haufen Chips übrig … zum Aufessen.



Der beste Twist: «Relax your tight end»


Das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis präsentiert auch dieses Jahr wieder einen Superbowl-Spot. «Der Superbowl als Plattform ermöglicht es Novartis, ein vielfältiges Publikum von Millionen von Menschen zu erreichen, von denen viele die Botschaft sonst vielleicht nicht hören würden», erklärt die Medienstelle auf Anfrage. Letztes Jahr verfolgten mehr als 127 Millionen Menschen weltweit den Sportevent. Diese Jahr zeigen sich bekannte Football-Spieler in voller Ausrüstung, aber in tief entspannten Positionen: am Pool, in Yoga-Pose, in Hängematten oder beim Malen mit Musik von Enya als Begleitung. Warum so relaxed? Weil sie erfahren haben, dass ein Prostatakrebstest auch ohne Rektaluntersuchung geht, nämlich mit einer einfachen Blutprobe. Da können sich auch die Pobacken entspannen.



Die beste Wiedervereinigung: «Jurassic Park … works»


Im letzten Jahr belebte eine Mayonnaise-Marke den Film «When Harry Meets Sally» wieder. Nun reist der Telekom-Anbieter Xfinity in der Filmgeschichte zurück nach 1993. Am Anfang des ersten «Jurassic Park»-Films steht eine technische Panne, die es den gefährlichen Dinosauriern erlaubt, sich zu befreien. Was wäre aber gewesen, wenn der Park sich damals auf die Dienste von Xfinity hätte verlassen können? Keine T-Rex-Verfolgungsjagd, keine Katastrophe. Und so können die Helden des Films, Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum – die für den Spot wiedervereint wurden – entspannte Ferien am Pool geniessen.



Die A-List-Konfrontation: «Hungry for the truth»


Uber Eats setzt auf zwei Hollywood-Schauspieler. Matthew McConaughey ist im Spot überzeugt: Das eigentliche «Raison d’être» des Footballs sei es, Essen zu verkaufen. Tag und Nacht probiert er, Bradley Cooper von seiner (Verschwörungs-)Theorie zu überzeugen. Das Spielfeld habe die Form einer Gabel ohne mittleren Zinken, die Sportler hätten Lebensmittelnamen wie «Ham» (Schinken), die Hall of Fame habe die Form einer Zitruspresse … Bis Cooper es nicht mehr aushält. Fazit: Wenn Football einen hungrig macht, einfach Uber Eats bestellen. 



Der Kitschigste: «American Icons»


Natürlich darf auch patriotischer Kitsch nicht fehlen. Dafür sorgt Bierhersteller Budweiser ohne Zurückhaltung. Im Spot wachsen ein Pferd und ein kleiner Weisskopfseeadler, der vom Nest gefallen ist und keine Familie mehr hat, zusammen auf. Das Pferd hilft dem Vogel dabei, fliegen zu lernen. Als es nach mehreren erfolglosen Anläufen endlich klappt, sieht es aus, als würden dem Pferd Flügel wachsen. Der ikonische Song «Free Bird» von Lynyrd Skynyrd spitzt die grossen Emotionen zu. Dass der Kitsch mit Augenzwinkern zu verstehen ist, zeigen zwei Farmer am Schluss. «Weinst du?», fragt der eine. «Hab die Sonne in den Augen», antwortet der andere. 


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