24.07.2025

Media Focus

Verhaltener Start ins Jahr 2025

Der Schweizer Werbemarkt schliesst das erste Halbjahr mit Rückgängen ab. Während der klassische Bereich um 3,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken sank, brach der digitale Markt um 32,5 Prozent auf 708,4 Millionen Franken ein. Einzig Out-of-Home-Werbung und Kino entwickelten sich positiv.

Der Schweizer Werbemarkt hat das erste Halbjahr 2025 mit einem verhaltenen Start abgeschlossen. Nach aktuellen Daten von Media Focus Schweiz erzielte der klassische Werbemarkt einen Bruttowerbedruck von 1,9 Milliarden Franken. Dies entspricht einem Rückgang von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Deutlich ausgeprägter fiel der Rückgang im digitalen Segment aus. Hier betrug der Bruttowerbedruck 708,4 Millionen Franken, was einem Minus von 32,5 Prozent entspricht. Innerhalb der digitalen Kanäle dominiert weiterhin Search mit einem Marktanteil von 44 Prozent, gefolgt von Display (40,2 Prozent) und YouTube (15,8 Prozent).

Out-of-Home als positive Ausnahme

Gegen den allgemeinen Trend entwickelte sich die Out-of-Home-Werbung positiv. Im Juni legte sie um 10 Prozent zu und verzeichnete auch im Halbjahresvergleich ein Wachstum von 2,7 Prozent. Ebenfalls im Plus lag das Kinosegment mit einem Halbjahreswachstum von 5,9 Prozent.

Der Detailhandel behauptete sich auch 2025 als werbestärkste Branche mit einem kumulierten Bruttowerbedruck von 210,6 Millionen Franken im klassischen Segment. Im Juni erreichte die Branche 34,3 Millionen Franken und verzeichnete dabei ein deutliches Plus von 24,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Medienbranche wies im Juni die höchste prozentuale Zunahme auf: Mit einem Werbedruck von 3,4 Millionen Franken erzielte sie einen Anstieg von 30,6 Prozent. Weitere Branchen mit Zuwächsen waren Dienstleistungen (+11,8 Prozent), Persönlicher Bedarf (+10,9 Prozent) sowie Digital & Haushalt (+10,3 Prozent).

Am anderen Ende der Skala verzeichnete die Energiebranche im Juni einen Rückgang von 63,6 Prozent, gefolgt von der Tabakwarenbranche mit minus 48,3 Prozent. Auch Kosmetik & Körperpflege (-34,7 Prozent) und Pharma & Gesundheit (-16,2 Prozent) zeigten deutliche Verluste. (pd/cbe)


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