27.07.2026

Brinkertlück

Wenn der Karton zur Kampagne wird

Ein Föhn, ein Lippenstift, eine Heckenschere – halb ausgepackt, halb noch im Brack-Paket, dem «Bräckli»: Die neue Dachkampagne von Brack zeigt Alltagsgegenstände aus echtem Verpackungskarton, gebaut von einem eigenen Requisitenteam.
Brinkertlück: Wenn der Karton zur Kampagne wird

Der Online-Händler Brack.Alltron baut sein Marken-Momentum weiter aus. Wie das Unternehmen mitteilt, hatten Kundenzahl, Traffic und Umsatz 2025 durch die Neupositionierung und das Super-League-Sponsoring deutlich zugelegt. Nun folgt der nächste Schritt: eine neue, gemeinsam mit der Agentur Brinkertlück Creatives entwickelte Werbeplattform unter dem Motto «Heute bestellen, morgen auspacken», heisst es in einer Mitteilung, die persoenlich.com exklusiv vorab vorliegt.

Ausgangspunkt war eine kritische Bestandsaufnahme. «Gut war uns nicht gut genug», so Roman Reichelt, Chief Marketing & Communications Officer bei Brack.Alltron, «denn während andere Touchpoints unsere neue Handschrift schnell einzigartig interpretierten, war unsere Kampagnenwelt noch zu austauschbar.» Man sei deshalb noch einmal einen Schritt zurückgegangen und habe aus dem bestehenden Claim «Pack aus, was in dir steckt» eine neue Plattform entwickelt.

Den entscheidenden Moment beschreibt Reichelt so: «Plötzlich hatten wir etwas gefunden, bei dem das Leistungsversprechen, Bestellungen ohne Aufpreis schon am nächsten Tag auszuliefern, mit dem Markenversprechen, dass man seine Potenziale nur auspacken müsse, zu einer visuellen Metapher verschmolz.»

Headlines wie «Love is in the hair», «Mundart», «Zeit zu hanteln» oder «Keine Hecktik» spielen dabei sortimentsspezifisch mit Wortwitz. Die Kampagne verbindet so das Sortiment des Onlinehändlers mit dem Brack-Paket, das laut Unternehmen als ikonisch gilt, sowie mit dem Auspacken als – aus Kundensicht – zentralem Moment des Onlineshoppings. Umgesetzt wird die Kampagne über (D)OOH, Print, Online-Ads sowie fünf eigens produzierte TV-Spots.

Mit der neuen Plattform geht eine Auffrischung des Corporate Identity/Corporate Design einher: Das Logo erhält neu auch in der Plakatanwendung seine charakteristische Box, der Rahmen wird filigraner, der Hintergrund künstlerisch beruhigt. Jede Sortimentswelt bekommt zudem ihren eigenen Farbraum, ihre eigene «Brand Stage» – Beauty etwa in Violett, Fitness in Grau, Garten in Beige. Reichelt dazu: «Zu Beginn zeigen wir die Vielfalt unseres One-Stop-Shops, indem wir alle Bereiche im farblichen Mix bewerben. Aber später werden Kampagnen eher geschlossen in einer Farbe auftreten.»

Kartonrequisiten aus echtem Willisauer Verpackungsmaterial

Der Look mit Kartonföhn, Kartonlippenstift oder Kartonheckenschere, den Brack.Alltron als markant bezeichnet, ist nicht am Computer entstanden, sondern von einem grossen Requisitenteam physisch gebaut und bis ins Detail gestaltet worden. Making-of-Aufnahmen zeigen den Entstehungsprozess: von zugeschnittenen Kartonteilen über Skizzen bis zu fertigen Requisiten wie einem Kartonhocker, einer Kartonbohrmaschine oder einem Kartonlaptop mit Tastatur.

«Uns war es wichtig, dass die Kartonprodukte glaubwürdig aussehen. Deshalb haben wir uns entschieden, die realen Gegenstände aus echtem Willisauer ‹Bräckli›-Karton nachzubauen», erklärt Dennis Lück, Geschäftsführer und kreativer Kopf von Brinkertlück Creatives. «Dieses visuelle Augenzwinkern und das übergreifende Kampagnensystem zeigen charakteristisch, was Brack als Onlinehändler auszeichnet und kann nun an allen Touchpoints perfekt angepasst in Szene gesetzt werden.»

Im Zentrum der Auftaktphase steht das Beauty-Sortiment, das seit der Übernahme von PerfectHair im März auch Premium- und Salon-Marken wie Kérastase, L'Oréal Professional oder Estée Lauder umfasst. (pd/cbe)

Credits

Konzept und Umsetzung: Brinkertlück Creatives und Brack.Alltron; Produktion: Boogiefilms, UPP.


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KOMMENTARE

Janine Zumsteg
04.08.2026 23:46 Uhr
Die Kommentare scheinen aus einer ganz seltsamen Branche zu kommen. Meine Kollege und ich feierns und müssen grinsen. Gibt so viel langwiilige schlächte Werbig. Wieso denn bei sowas nicem wie Mundart jokes so viele Kommentare?
Yves S.
04.08.2026 09:04 Uhr
Früher musste AI lernen, kreativ zu sein. Heute müssen Kreative lernen, zu beweisen, dass sie es waren.
Peter Steiner
03.08.2026 17:41 Uhr
Schade, was ist aus der Ambition von den Topwebern von Brinkertlück Creatives geworden? Totaler Mainstream anstatt Exzellenz.
Peter Bräm
03.08.2026 08:55 Uhr
Genau wegen solcher Werbung ist Brack einfach «uncool» … und wird immer «Bräckli» bleiben. Einfach nur schlecht und extrem billig – vermittelt mir einfach nur den Vibe eines «Ramsch-Händler» – Schade. Zwischen den Auftritten von Galaxus und Brack liegen leider Galaxien.
Erol Echtername
28.07.2026 12:01 Uhr
Spannend, wie viele Leute mit ihrem „echten“ Namen bei den immer gleichen Auftraggebern/Agenturen hier ihren Müll ausschütteb müssen. Da sind im Artikel sogar die Originalfotos - und irgendwelche Kommentatoren halluzinieren dennoch von „KI-Fingern“. Wir sind im Postfaktischen. Ich finds eine solide, schöne, eigenständige Werbung. Aber wie heisst es so schön; Haters gonna hate.
Miro Kanev
28.07.2026 11:13 Uhr
Etwas mehr Kreativität anstelle von platten Wortspielen sollte doch mit diesem Budget und den beteiligten Unternehmen möglich sein? Schade. Was bleibt ist ein KI-Feeling und die Erinnerung an eine Dienstleistung, die inzwischen bei den meisten grossen Onlineshops Standard ist.
Martin Glarner
28.07.2026 02:23 Uhr
Das ist so unfassbar schlecht. Manchmal verstehe ich Menschen, die für ein Plakatverbot sind.
Beat Lang
27.07.2026 14:40 Uhr
Wenn man das Offensichtliche plötzlich findet, sollte man vielleicht ein drittes Mal von vorne beginnen.
Michael Schnyder
27.07.2026 13:05 Uhr
Finger des Grauens (bspw. beim Haartrockner). KI kann doch das besser.
Claude Bürki
27.07.2026 07:53 Uhr
Ohne Verpackung wäre der Versandhandel, ja der ganze Detailhandel nicht denkbar. Und trotzdem wird "Verpackung" stets nur als Abfall in der Schmuddelecke betrachtet.