Die Zürcher Kreativagentur Rawcut schärft ihr Profil: Unter dem Leitgedanken «We do culture» richtet sie sich künftig konsequent auf Cultural Marketing aus – und reagiert damit auf ein wachsendes Relevanzproblem im modernen Marketing.
Reichweite allein genüge nicht mehr, so die Botschaft hinter dem Schritt. Marken könnten heute pausenlos kommunizieren und würden trotzdem austauschbar bleiben. Rawcut will dort ansetzen, wo viele Kampagnen scheitern: beim echten Zugang zu Communities.
«Cultural Marketing bedeutet für uns, dass Marken verstehen, wie Menschen leben, worüber sie sprechen und welchen Platz eine Marke glaubwürdig in dieser Welt einnehmen kann», wird Vanessa Menegola, Managing Director Operations bei Rawcut, zitiert. Die Agentur sieht sich als Bindeglied zwischen Strategie, Design, Kommunikation und Kultur – mit Teams, die sich selbst in jenen Szenen bewegen, die viele Marken erreichen wollen: Musik, Fashion, Sport, Gaming und Popkultur.
Sabrina Livia Weber, Managing Director Business Development, bringt die Kritik am Status quo auf den Punkt: «Viele Kampagnen funktionieren heute wie ein kurzer Peak. Laut für drei Wochen und danach komplett vergessen.» Cultural Marketing bedeute nicht, Szene-Codes zu kopieren oder ein Logo auf ein Event zu kleben – sondern Communities ernst zu nehmen und Formate zu entwickeln, die nachhaltig Relevanz aufbauten.
Mit der Neupositionierung verbindet Rawcut auch konkrete Wachstumsambitionen: Die Agentur plant den Ausbau strategischer Kompetenzen, neue kulturelle Partnerschaften sowie wiederkehrende Plattformen mit kulturellem Impact. (pd/spo)
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22.05.2026 15:41 Uhr
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