12.03.2026

APG|SGA

Umsatz 2025 stabil, Gewinn rückläufig

Trotz stabilem Umsatz ist das Konzernergebnis um 10,6 Prozent auf 27,1 Millionen Franken gefallen.

Die Aussenwerbegruppe APG|SGA hielt ihren Gruppenumsatz 2025 mit 327 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Der Betriebsertrag sank jedoch um 1,1 Prozent auf 329,2 Millionen Franken, hauptsächlich wegen geringerer Immobilienerträge nach einem Liegenschaftsverkauf im Vorjahr.

Das operative Ergebnis verschlechterte sich deutlich: Der EBIT fiel um 9,0 Prozent auf 33,2 Millionen Franken, die EBIT-Marge sank von 11,0 auf 10,1 Prozent. Das Konzernergebnis reduzierte sich laut einer Mitteilung um 10,6 Prozent auf 27,1 Millionen Franken, der Gewinn pro Aktie auf 9,03 Franken. Der operative Cashflow stieg leicht auf 41,5 Millionen Franken, der Free Cashflow fiel aber auf 32,4 Millionen Franken.

Schweiz mit Wachstum, Serbien unter Druck

In der Schweiz legten die Werbeerträge trotz rückläufigem Gesamtwerbemarkt um 0,3 Prozent auf 312,9 Millionen Franken zu. Serbien entwickelte sich dagegen negativ: Die Werbeerträge sanken um 6,5 Prozent auf 14,2 Millionen Franken (in Lokalwährung um 4,9 Prozent), bedingt durch die politische Lage. Der serbische Markt machte 4,3 Prozent des Gruppenumsatzes aus.

Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine Dividende von 12 Franken pro Aktie. Gemäss Dividendenpolitik sollen für 2025 und 2026 jeweils mindestens 12 Franken pro Aktie oder 100 Prozent des Konzerngewinns ausgeschüttet werden.

Im Partnermarkt erzielte APG|SGA Erfolge: Der Vertrag mit SBB Immobilien über die gesamte analoge und digitale Fremdwerbung in allen Schweizer Bahnhöfen wurde bis Ende 2030 verlängert. In Serbien läuft das Schiedsverfahren gegen den Staat; eine Entscheidung wird 2026 erwartet.

Verwaltungsrat und Perspektiven

An der Generalversammlung 2025 wurden alle Verwaltungsräte bestätigt, NZZ-CEO Felix Graf neu gewählt. Er soll 2026 zum Präsidenten vorgeschlagen werden. Nach dem Opting-up-Beschluss vom Januar 2026 plant APG|SGA eine Neuordnung des Gremiums im Zusammenhang mit der angestrebten NZZ-Beteiligungserhöhung von 25 auf 45 Prozent.

Das Unternehmen verzichtet auf eine Jahresprognose und verweist auf das kurzfristige Buchungsverhalten der Werbekunden. Trotz unsicherer Rahmenbedingungen setzt die Werbewirtschaft weiterhin auf Out-of-Home-Medien; APG rechnet mit weiteren Marktanteilsgewinnen. (pd/cbe)


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