19.11.2024

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Fünf Fragen an ...

David Franitza ist seit 2015 Geschäftsführer der COMPO Jardin AG in Allschwil, der Schweizer Niederlassung der international tätigen COMPO Gruppe. Die COMPO Jardin AG vertreibt in der Schweiz Blumenerden unter der Marke COMPO sowie Pflanzenpflegeprodukte für Haus und Garten unter der Marke Gesal. Mit dem neusten Produkt COMPO BIO GRANUPLANT® hat COMPO Jardin eine nachhaltige und CO2-arme Alternative zu herkömmlichem Blähton lanciert und damit den Promarca Nachhaltigkeitsaward 2024 gewonnen.
Ausgabe 10/2024: Fünf Fragen an ...
Grosse Ehre: COMPO Jardin AG gewinnt den Promarca Nachhaltigkeitsaward 2024. Auf dem Bild: David Franitza, Geschäftsführer und Regine Hofmann, Marketingleiterin, COMPO Jardin AG.

Interview und Bild: Promarca

Herr Franitza, herzlichen Glückwunsch zum Promarca Nachhaltigkeitsaward 2024! Auch international gewinnen Sie Preise: Zum zweiten Mal in Folge belegt COMPO beim renommierten Ranking «Deutschlands beste Nachhaltigkeit 2024» den ersten Platz in der Kategorie Gartenpflege, und auch bei den renommierten TASPO Awards 2023 konnte COMPO überzeugen und erhielt für COMPO BIO GRANUPLANT® den Award in der Kategorie «Beste Produktidee B2C». Seit wann gibt es das Unternehmen COMPO und die COMPO Jardin AG, und was ist Ihr Erfolgsrezept? 

COMPO wurde 1956 im westfälischen Münster in Deutschland gegründet. Heute ist COMPO europaweit tätig und in vielen Märkten, unter anderem auch in der Schweiz, Marktführer. Die COMPO Jardin AG ist seit 2001 Teil der COMPO Gruppe. Damals erweiterte man auch das Markenportfolio und übernahm die bekannte schweizerische Marke Gesal. COMPOs Erfolgsrezept ist allem voran unser Anspruch, dem Verbraucher für jeden Zweck die hochwertigsten, anwendungsfreundlichsten und gleichzeitig ökologischsten Lösungen zur Pflege von Pflanzen in Haus und Garten anzubieten. Unser aktuelles internationales Kommunikationskonzept bringt diesen Anspruch mit dem Slogan «Lieber das Beste. Für die Natur. Für dich. Für alle.» auf den Punkt. 

Wie entstand die Idee zum Siegerprodukt COMPO BIO GRANUPLANT®, und welche Herausforderungen gab es bei der Entwicklung?

Für uns als führende Marke für Blumenerden lag es nahe, auch in den Markt für Drai-
nagematerialien einzusteigen. Drainagematerial wird als unterste Schicht in Pflanzgefässen benutzt, damit das Wasser gut abfliessen kann und die Wurzeln nicht vernässen. Dieser Markt bestand bisher zu fast 100 Prozent aus Blähtonprodukten. Blähton ist zwar gut als Drainage geeignet, hat aber durch den extrem energieintensiven Herstellprozess einen sehr grossen CO2-Fussabdruck. Deshalb suchten wir nach einer innovativen nachhaltigen Alternative. Wir fragten uns, welche Materialkombinationen einerseits deutlich weniger CO2 freisetzen und zugleich noch besser Wasser speichern und vom Boden des Blumentopfes zu den Wurzeln leiten können. Zusätzlich sollte das neue Produkt langlebig, praktisch und vielseitig in der Anwendung sein und möglichst auch noch gut aussehen. Das Er-
gebnis umfangreicher Versuche mit allen möglichen Materialien ist COMPO BIO GRANUPLANT® aus natürlichem Bimsstein. Im Vergleich zu Blähton überzeugt GRANUPLANT® durch 96 Prozent weniger CO2-Emissionen, verfügt über eine optimale Wasserspeicherfähigkeit und leitet das Wasser deutlich schneller als vergleichbare Produkte zu den Wurzeln weiter.

Welche konkreten Massnahmen ergreifen Sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um den ökologischen Fussabdruck Ihres Unternehmens zu minimieren?

GRANUPLANT® ist nur ein Beispiel für unsere beständige Suche nach innovativen und emissionsarmen Rohstoff- und Produktalternativen. Daneben sorgen auch das vielfach ausgezeichnete nachhaltige Verpackungskonzept, COMPOs dezentrales Standortkonzept und kurze Transportwege für eine signifikante Reduktion klimarelevanter Emissionen: Unsere Verpackungen aus Recyclingmaterialien setzen Branchenstandards und haben international bereits mehrfach renommierte Auszeichnungen erhalten. Dabei handelt es sich nicht um konventionelle Mehrweglösungen, sondern um ein Verpackungskonzept, das neben einem optimierten Recyclatanteil auch auf eine 100-prozentige Recyclingfähigkeit setzt. Die Verpackungen kommen für alle Produktkategorien zum Einsatz, das heisst für
Folienbeutel, Flaschen, Eimer und Faltschachteln. 

In welche technischen Innovationen und Forschungsprojekte investieren Sie,
um Ihre Nachhaltigkeitsziele kontinuierlich zu verbessern?

Im eigenen Forschungszentrum am Standort in Münster untersucht ein multidisziplinäres Team, wie jedes einzelne Produkt noch wirksamer, sicherer, ökologischer und anwendungsfreundlicher gestaltet werden kann. Neben der Suche nach neuen Rohstoffen kreieren unsere Experten neue Formulierungen und entwickeln Produktrezepturen beständig weiter. Eine wichtige Rolle spielt auch die erfolgreiche Abwicklung von Zulassungsverfahren. Alle Produkte werden intensiv intern und extern getestet, bevor sie auf den Markt kommen. Auch COMPO BIO GRANUPLANT® wurde unternehmensintern entwickelt.

Welche weiteren Innovationen und nachhaltigen Produkte können wir in Zukunft von der COMPO Jardin AG erwarten?

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema, an dem wir permanent arbeiten. Das betrifft sowohl die Optimierung bestehender Produkte und Prozesse als auch Produktinnovationen. Bereits nächstes Jahr werden wir in der Schweiz die erfolgreiche GRANUPLANT® Linie um einen neuen Anwendungsbereich erweitern.  


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