11.06.2026

Verbandspartner

Nachwuchs fördern, Zukunft gestalten

Von der Lehre bis zum Berufseinstieg: LEADING SWISS AGENCIES (LSA) setzt gezielt auf die Förderung von Nachwuchstalenten und schafft praxisnahe Einblicke in die Agenturwelt.
Leading Swiss Agencies: Nachwuchs fördern, Zukunft gestalten

Die Kommunikationsbranche lebt von frischen Ideen, neuen Perspektiven und gut ausgebildeten Fachkräften. Entsprechend gross ist die Verantwortung, Nachwuchstalente früh zu fördern und ihnen den Einstieg in die Agenturwelt zu erleichtern.

LEADING SWISS AGENCIES engagiert sich seit Jahren aktiv in der Nachwuchsförderung. Mit Projekten, Weiterbildungsangeboten und praxisnahen Formaten, die Theorie und Realität eng miteinander verbinden.

Mit Initiativen wie dem Young LSA, dem LSA-Junior Agency Award, dem LSA-Bootcamp oder der Ad School schafft der Verband Plattformen, auf denen Talente ihr Wissen vertiefen, Netzwerke aufbauen und erste Erfahrungen in realen Projekten sammeln können. Ergänzt wird dieses Engagement durch ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungen für Mitarbeitende von LSA-Agenturen.

Dabei steht stets ein Ziel im Mittelpunkt: Nachwuchskräfte nicht nur auszubilden, sondern sie aktiv in die Branche zu integrieren und ihnen Perspektiven zu eröffnen. Wie sich eine Ausbildung in einer Agentur konkret anfühlt, zeigen die folgenden Einblicke zweier Lernender aus den Bereichen Grafik und kaufmännische Ausbildung. Sie berichten von ihrem Alltag, ihren Erfahrungen und davon, was sie an der Arbeit in der Kommunikationsbranche besonders begeistert.

Amina Redja macht die KV-Lehre in der Branche Marketing & Kommunikation und ist im zweiten Lehrjahr bei Neu Creative Agency.

LSA: Amina, was hat dich dazu motiviert, deine KV-Lehre in einer Agentur zu absolvieren?

Der Bereich Marketing und Kommunikation hat mich schon früh interessiert, da ich oft mit Freunden darüber gesprochen habe. Damals wusste ich aber nicht genau, was alles dahintersteckt – es war einfach «Werbung». Als ich dann eine freie Lehrstelle in diesem Bereich gesehen habe, hat mich das sofort angesprochen, und ich habe mich beworben. Auch die Website von Neu fand ich sehr spannend, da ich viele der Kampagnen bereits kannte. Besonders motiviert haben mich das Bewerbungsgespräch sowie die Menschen, die ich kennengelernt habe. Alle waren sehr freundlich und motiviert, und die Atmosphäre war sehr angenehm. Im Vergleich mit anderen Schnupperlehren hat es mir hier am besten gefallen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag in der Agentur aus, und welche Aufgaben übernimmst du konkret?

Mein Arbeitsalltag besteht hauptsächlich darin, Projekte gemeinsam mit meiner Berufsbildnerin Andrea Braschler zu betreuen. Meistens arbeite ich selbständig an meinen Projekten, wenn nötig, werde ich aber noch unterstützt. Da ich aktuell im zweiten Lehrjahr bin, übernehme ich bereits viel Verantwortung. Zu meinen Aufgaben gehört der Austausch mit Kund*innen und der Kreation. Ich schreibe Briefings und Timings, damit die Projekte rundlaufen. Dazu gehören auch Aufgaben wie Offerten und Rechnungen. Und ich übernehme verschiedene interne Aufgaben in der Agentur.

Was aus der Schule konntest du schon konkret anwenden, und wann hattest du das erste Mal das Gefühl, dass Theorie und Praxis zusammenkommen?

Ich konnte bereits viel aus dem Wirtschaftsunterricht in der Praxis anwenden, besonders im Bereich Rechnungswesen. Da ich Ende des Monats beim Rechnungsabschluss mithelfe, ist es wichtig zu verstehen, was verbucht wird und wie die Prozesse funktionieren. Ein prägender Moment war auch eine Gruppenarbeit in der Schule, bei der wir eine Kampagne entwickeln mussten. Das war sehr ähnlich wie das, was ich im Betrieb und in den überbetrieblichen Kursen mache. Dadurch konnte ich viel beitragen und eine gute Note erzielen. Generell hilft es mir sehr, wenn ich das Gelernte aus der Schule direkt im Betrieb anwenden kann, so verbinden sich Theorie und Praxis optimal.

Gab es ein Erlebnis oder ein Projekt, das dich besonders geprägt hat – weil es spannend, herausfordernd oder auch
überraschend war?

Ich versuche bei jedem Projekt, mein Bestes zu geben, alle Anforderungen einzuhalten und mich stetig zu verbessern. Ein besonders prägendes Erlebnis war die Berufsbildungskampagne der Post im Jahr 2025, die ich gemeinsam mit meiner Berufsbildnerin betreut habe. Dieses Projekt war sehr komplex, weil die Kampagne bestehend war, aber doch einiges angepasst werden musste. Ich habe hier gelernt, strukturierter zu arbeiten und Deadlines besser einzuhalten.

Remo Bütler ist im ersten Lehrjahr als Grafiker EFZ bei Jung von Matt LIMMAT und ist uns ebenfalls für ein paar Fragen zur Verfügung gestanden:

LSA: Remo, was hat dich dazu motiviert, deine Ausbildung als Grafiker in einer Agentur zu absolvieren?

Ich hatte eine nicht immer einfache Schulzeit und habe früh gemerkt, dass ich mich im klassischen Unterricht nicht so gut wiederfinde. Zeichnen und kreatives Arbeiten waren für mich aber immer etwas, worin ich komplett aufgehen konnte. Es war für mich eine Art, mich auszudrücken und einen Ausgleich zu finden. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass genau dort meine Stärke liegt. Deshalb habe ich mich entschieden, diesen Weg weiterzugehen und meine Kreativität in der Ausbildung als Grafiker gezielt weiterzuentwickeln.

Erinnerst du dich an deinen ersten Tag in der Agentur? Was hat dich damals am meisten überrascht?

Ja, ich erinnere mich noch sehr gut daran. Ich war nervös und aufgeregt, als ich durch die Tür ging. Dann wurde ich direkt von Christian Kies, dem Chief Creative Officer, herzlich empfangen und sogar umarmt – in dem Moment wusste ich sofort, dass ich hier willkommen bin. An meinem Arbeitsplatz lagen ein Jung-von-Matt-Trikot, eine Trinkflasche und eine persönliche Willkommenskarte, was mich sehr gefreut hat. Am meisten überrascht hat mich aber, wie offen und herzlich die Leute hier sind. Ich hätte nicht erwartet, dass man sich vom ersten Moment an so gut aufgenommen fühlt.

Wie wirst du im Team begleitet, und wie unterstützt dich dein Umfeld dabei, deinen eigenen Stil und dein Können weiterzuentwickeln?

Ich werde im Team sehr gut begleitet und bekomme regelmässig Feedback zu meinen Arbeiten. Das hilft mir, meine Stärken besser zu erkennen und gezielt an meinen Schwächen zu arbeiten. Besonders wertvoll finde ich, dass sich die Leute Zeit nehmen, mir Dinge zu erklären und ihre Erfahrungen zu teilen. Gleichzeitig habe ich auch die Freiheit, eigene Ideen einzubringen und meinen eigenen Stil zu entwickeln. Durch den Austausch im Team und die unterschiedlichen Perspektiven werde ich immer wieder inspiriert und herausgefordert, mich weiterzuentwickeln.

Diese Kombination aus Unterstützung und Eigenverantwortung hilft mir sehr, mein Können Schritt für Schritt auszubauen und meinen eigenen gestalterischen Weg zu finden.

Die vollständigen Interviews mit noch mehr Einblicken in den Agenturalltag sowie persönliche Erfahrungen und Learnings
von weiteren Lernenden sind auf www.leadingswissagencies.ch verfügbar.


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