27.01.2026

OneLog

20 Minuten führt neues User-Login ein

Nach dem gescheiterten gemeinsamen Login der Schweizer Verlage führen die einzelnen Medien neue Lösungen ein. 20 Minuten bietet drei Anmeldemöglichkeiten, die Ringier Medien lassen sich noch Zeit.
OneLog: 20 Minuten führt neues User-Login ein
So sieht die neue Login-Seite von 20min.ch aus. (Bild: cbe)

Nach etwas mehr als vier Jahren Betrieb und nach einem schweren Hackerangriff zogen die Verantwortlichen im vergangenen Oktober einen Schlussstrich: OneLog als gemeinsame Login-Infrastruktur der Schweizer Verlage hat ausgedient (persoenlich.com berichtete). Die Tamedia-Titel waren bereits nach dem Hackerangriff nicht mehr zurückgekehrt. CH Media und NZZ blieben bei der eigenen Lösung, trotz Bekenntnis zum gemeinschaftlichen Login.

Neu mit drei Anmeldeoptionen auf 20min.ch

Aktuell verwenden nur noch Plattformen von Ringier OneLog – sowie bis vor Kurzem auch 20 Minuten. Die News- und Unterhaltungsplattform der TX Group hat am Dienstag ein neues Anmeldeverfahren eingeführt. Alle Artikel sind weiterhin ohne Login zugänglich. Wer sich einloggt, erhält Zugang zu Zusatzfunktionen, wie etwa der Möglichkeit, Artikel zu kommentieren. Dafür bietet 20min.ch neu drei Anmeldeoptionen an.

Zum einen kann man sich mittels klassischen Logins mit seiner E-Mail-Adresse und einem Passwort anmelden. Zum anderen bietet die Plattform weiterhin das sogenannte Single sign-on (SSO) an, wobei man sich über seine Nutzerkonten von Google oder Apple bei 20min.ch anmelden kann. Und schliesslich gibt es neu auch die Möglichkeit, sich für den Zugang via E-Mail einen Verifizierungscode zusenden zu lassen. Diese dritte Option entspricht dem, was die Titel von Tamedia anbieten.

«Login wird stetig weiterentwickelt und verbessert»

Die nun bereitgestellten Lösungen seien «als Grundlage zu verstehen», erklärt eine Sprecherin von 20 Minuten auf Anfrage. «Das Login wird stetig weiterentwickelt und verbessert.» Man wolle «dort ein Login oder eine Registrierung anbieten, wo es für die Nutzerinnen und Nutzer am relevantesten ist, beispielsweise bei der Kommentarspalte oder bei Wettbewerben», so die Sprecherin weiter.

Bei Ringier dauert der Abschied von OneLog noch etwas länger. Man werde «im Laufe von 2026 schrittweise auf einen neuen Login-Service migrieren», teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Den genauen Zeitpunkt sowie die konkrete Ausgestaltung des neuen Logins werde das Unternehmen zu gegebener Zeit kommunizieren.


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KOMMENTARE

Ueli Custer
28.01.2026 07:27 Uhr
Und da beklagt sich Jessica Peppel-Schultz darüber, dass die Werbegelder immer mehr über die internationalen Plattformen abfliessen. Nur weil das gemeinsame Login offensichtlich ungenügend abgesichert war, verzichtet man einfach darauf. Oder bildlich gesagt: Nur weil die Feuerwehr einmal falsch reagiert hat, schafft man sie einfach ab.
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