03.07.2024

SRG

Diese Köpfe verantworten den Songcontest

Der Eurovision Song Contest in der Schweiz wird von einem Projekt-Kernteam organisiert. Das sind alle Namen.
SRG: Diese Köpfe verantworten den Songcontest
Das ESC Core Team (v.l.): Nicole Beutler, Thomas Pittino, Aurore Chatard, Till Jendly, Moritz Stadler, Yves Schifferle, Reto Peritz, Bernhard Spahni, Kevin Stuber, Manfred Winz, Henriette Engbersen, Edi Estermann, Vassilis Donikian und Nadja Burkhardt-Tracol. Auf dem Bild fehlen Christer Björkman und Tobias Åberg. (Bild: Volltoll/Simon Boschi)

Eine Task Force der SRG hatte direkt nach dem Sieg von Nemo am 11. Mai im schwedischen Malmö die Vorbereitungsarbeiten für den Eurovision Song Contest 2025 in der Schweiz aufgenommen. Vor einem Monat wurden mit Reto Peritz von SRF und Moritz Stadler von RTS in Co-Leitung die beiden hauptverantwortlichen Executive Producer präsentiert (persoenlich.com berichtete). Nun steht auch das Projekt-Kernteam, welches die bisherige Task Force ablöst, wie die SRG mitteilte.

Yves Schifferle ist seit 2021 Bereichsleiter Show in der Abteilung Unterhaltung von SRF sowie Head of Delegation der Schweiz am Eurovision Song Contest (ESC). Nachdem er 2024 mit Nemo und seinem Team den ESC-Sieg in die Schweiz holte, übernimmt er für den Schweizer ESC 2025 die Rolle des Head of Show. Er verantwortet die Entwicklung und Umsetzung der Inhalte für alle drei ESC-Shows – zum Beispiel Moderation, Opening- und Intervall-Acts, Flagparade, Postcards und Voting-Prozedere. Seine Funktion als Schweizer Head of Delegation gibt er für ein Jahr interimistisch an Daniel Meister ab, wie es in der Mitteilung heisst.

Christer Björkman ist ein schwedischer Fernsehproduzent. Er hat laut Communiqué den ESC in den vergangenen zehn Jahren massgeblich mitgeprägt, insbesondere als Wettbewerbsproduzent in den Jahren 2013, 2016, 2017, 2018, 2019 & 2024, in denen er mit seinem Team die Koordination und Umsetzung der Beiträge aller 40 teilnehmenden Länder verantwortete. Björkman wird auch für den Schweizer ESC die Rolle des Head of Contest (Wettbewerbsproduzent) übernehmen und dabei eng mit Yves Schifferle zusammenarbeiten.

Bernhard Spahni hat laut SRG «einen eindrücklichen Werdegang als Event-Organisator»: Er war Head of Events bei Farner Emotions, Global Head of Event Marketing bei Red Bull und seit 2022 Head of Experience & Festival beim International Olympic Committee. Spahni wird Head of PMO des ESC.

Manfred Winz ist stellvertretender Chief Procurement Officer (CPO) bei der Generaldirektion der SRG in Bern, Mitglied des SRG-Krisenstabs und neu Head of Finance des Schweizer ESC.

Tobias Åberg aus Schweden ist laut Mitteilung «ein ESC-Profi»: Er war in Malmö Executive in Charge of Production und war auch bei den ESC 2013 und 2016 im Kernteam. In den letzten acht Jahren war er jeweils Head of Production oder technischer Experte. Er wird Head of Production des Schweizer ESC. Die Funktion verantwortet die technische Produktion, den Bühnenbau, die Infrastruktur und die IT.

Nadja Burkhardt-Tracol war langjährige Mitarbeiterin der European Broadcasting Union EBU als Supervisor of Event des ESC. Sie ist Special Event Manager des Concours Hippique International de Genève, Co-Founder von Cosykitchen und als Head of Event des ESC, Hauptansprechpartnerin für die Host City.

Aurore Chatard ist eine Sicherheits-Expertin, wie es weiter heisst. Sie war Global Health, Safety and Security Director des Norwegian Refugee Council, Risk Manager & Business Continuity Managerin (BCM) beim Bundesamt für Umwelt Bafu, ist bei RTS BCM und Crisis Manager und beim ESC Head of Security.

Kevin Stuber ist Rechtsanwalt und seit zwei Jahren im Rechtsdienst bei der SRG-Generaldirektion und Head of Legal des ESC 2025.

Thomas Pittino ist seit zwölf Jahren bei SRF, zuerst als Business Developer, Leiter Sponsoring und heute Leiter Vermarktung. Er übernimmt die Head of Marketing & Funding-Funktion beim Schweizer ESC.

Vassilis Donikian war sieben Jahre in diversen HR-Funktionen bei SRF tätig, nach einem Einsatz im Recruiting & Employer Branding Bereich beim Sozialdepartement der Stadt Zürich übernimmt er die Funktion Head of HR beim ESC 2025.

Nicole Beutler ist langjährige Public Affairs-Spezialistin, war Partnerin bei Furrerhugi und ist heute Mitinhaberin und Geschäftsführerin bei Les Tailleurs Communication. Sie ist Head of Public Affairs des ESC.

Henriette Engbersen, die seit eineinhalb Jahren Bereichsleiterin Public Value der SRG ist, zeichnet auch beim ESC verantwortlich für Public Value.

Till Jendly kommt vom Biotechnologie-Unternehmen CSL Behring in Bern und übernimmt beim ESC die Assistenz.

Die Kommunikation für den ESC erfolgt vorderhand über die Medienstelle der SRG.

Das Projekt-Kernteam baut in den verschiedenen Bereichen nun sukzessive die jeweiligen Teams weiter auf und treibt die Organisation des grössten Musikevents der Welt «mit unvermindert hohem Tempo voran», heisst es.

City-Bid-Prozess geht in entscheidende Phase

Bis Ende vergangener Woche konnten an der Durchführung des Schweizer ESC interessierte Städte ihre Dossiers einreichen. In den kommenden Wochen werden die eingegangenen Dossiers nun von einer Arbeitsgruppe des Projektteams unter Mitwirkung der Prüfungs- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) gesichtet und ausgewertet.

Ein Steuerungsausschuss (SteA) der SRG unter dem Vorsitz von SRG-Generaldirektor Gilles Marchand entscheidet letztlich unter Einbezug der Europäischen Rundfunkunion (EBU) über die Host-City. PwC begleitet den Prozess und stellt sicher, dass die Entscheidung gestützt auf sachlichen Kriterien erfolgt, schreibt die SRG. Weitere Mitglieder des SteA sind Nathalie Wappler (Direktorin SRF), Mario Timbal (Direktor RSI), Beat Grossenbacher (Finanzchef SRG) und Bakel Walden (Direktor Entwicklung & Angebot SRG).

Die Host-City soll Ende August kommuniziert werden können.

Songeingabe für den ESC 2025

Weiter teilte SRF am Mittwoch mit, dass ab dem 8. August Songs für die Teilnahme am ESC 2025 eingereicht werden können. Die Anmeldefrist endet am 22. August, wie es heisst. Eingeladen seien Künstlerinnen, Produzenten, Songwriterinnen und Texter. Die eingereichten Beiträge werden nicht öffentlich zugänglich sein.

Wie auch in den Jahren zuvor wird der Schweizer Beitrag in einem mehrstufigen Selektionsprozess durch Publikums- und Fachjurys bestimmt. Neben einer Schweizer Zuschauerjury bestimmen in mehreren Auswahlrunden auch internationale Publikumsjurys mit, wer die Schweiz mit welchem Song am Heim-ESC vertritt.

Die Zuschauerjurys werden ergänzt durch eine 25-köpfige internationale Fachjury, die ihre Expertise als Mitglieder der jeweiligen Eurovision-Länderjurys schon unter Beweis gestellt haben. Den Selektionsprozess setzt SRF wie schon im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut YouGov Schweiz (ehemals Link) um.

Der Siegersong sowie der Act werden Anfang 2025 bekanntgegeben. Der Act ist beim Heim-ESC direkt für die Finalshow qualifiziert. (pd/cbe)


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