Herr Schawinski, herzliche Gratulation, nun ist Ihr dreijähriger Kampf erfolgreich zu Ende gegangen. Die alte Sportlerfrage: Wie ist Ihre Befindlichkeit?
Grossartig, nachdem ich während Stunden gebibbert hatte.
In der Ständeratsdebatte gab es doch einige kritische Stimmen an einer UKW-Beibehaltung (persoenlich.com berichtete). Haben Sie dabei an einem für Sie positiven Ausgang gezweifelt?
Es gab viele Fake News, Widersprüche und klare Unwahrheiten. Ich war schon etwas schockiert.
Man machte Ihnen den Vorwurf, Sie hätten den Glarner UKW-Sender abgestellt. Was sagen Sie diesen Kritikern?
Wir haben wie fast alle privaten Radios, die keine Gebühren erhalten, keine Sendekonzession mehr mit unsinnigen Auflagen. Wir müssen das Glarnerland nicht mit UKW bedienen, anders als die SRG, die ihre Service-public-Aufgabe durch das Abstellen all ihrer 2000 Sender nicht wahrnimmt.
Blicken wir in die Zukunft: Was heisst dieser Entscheid für die Schweizer Radiolandschaft?
Man schwächt sie nicht wie geplant mit einem Schildbürgerstreich.
Ist UKW nun definitiv gesichert?
Ja, es gibt neue Funkausschreibungen. Alle können sich bewerben.
Sie haben sich noch in einem offenen Brief an SRG-Generaldirektorin Susanne Wille stark gemacht, dass sie mit ihren Sendern wieder zurück auf UKW gehen soll. Teilen Sie diese Ansicht immer noch?
Das muss die SRG entscheiden. Sie haben sich mutwillig in eine schwierige Situation gebracht.
Was bedeutet dieser Entscheid für die Halbierungsinitiative, die im Frühjahr an die Urne kommt?
Dies wird sich weisen.
Wie feiern Sie heute?
Ganz bescheiden.
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10.12.2025 11:58 Uhr
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