21.02.2024

Medienförderung

Freiburg plant Hilfe von 3,75 Millionen Franken

Massnahmen sollen unter anderem mithelfen, die Investitionskapazität der Medienhäuser mit Blick auf die Digitalisierung zu stärken.
Medienförderung: Freiburg plant Hilfe von 3,75 Millionen Franken
Der Kanton wird die Hälfte der Abokosten der Agentur Keystone-SDA übernehmen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Der Kanton Freiburg verfüge über eine Vielfalt an Medien, die über das Geschehen aus unterschiedlichen Blickwinkeln berichteten, schreibt der Staatsrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Diesen journalistischen Reichtum sieht der Staatsrat wegen der anhaltenden Strukturkrise bei den Medien gefährdet.

Dass die direkte und indirekte Unterstützung der Medien fast ausschliesslich auf Bundesebene erfolgt, stellt die Kantonsregierung nicht in Frage. Da aber auf Bundesebene kurzfristig keine neuen Hilfen geplant sind, ist der Staatsrat auf verschiedene Vorschläge für Beiträge auf kantonaler Ebene eingetragen.

Auf vier Jahre begrenzt

Die von der Kantonsregierung angebotenen Hilfen sind indirekt und zeitlich auf vier Jahre begrenzt. Alles in allem rechnet die Kantonsregierung für die diversen Massnahmen mit Kosten von maximal 3,75 Millionen Franken während des vorgesehenen Zeitraums.

Der Kanton wird Digitalisierungsprojekte der Freiburger Regionalmedien bis zu höchstens 30 Prozent des effektiven Investitionsbetrags unterstützen. Der Staatsrat zieht einen Gesamtbetrag von 1,8 Millionen Franken als Investitionshilfe in Betracht, wie er weiter schreibt.

In Ergänzung dazu wird der Kanton - ebenfalls für eine Dauer von vier Jahren - 50 Prozent der Abonnementskosten der Freiburger Medien bei der Nachrichtenagentur Keystone-SDA übernehmen.

Die Nachrichtenagentur mit einem deutsch- und einem französischsprachigen Dienst sei für alle Freiburger Medien ein wichtiges Arbeitsinstrument, das es namentlich erlaube, die Online-Newsfeeds zu beleben, schreibt der Staatsrat.

Medienkompetenz fördern

Schliesslich will der Staatsrat auch die Medienkompetenz der Jugendlichen fördern. Als Erstes sollen bei den Medien digitale Lehrmaterialien zur Förderung der Medienkompetenz an den Schulen ausschreiben. Zu diesem Zweck werden Mittel in der Höhe von 50'000 Franken bereitgestellt.

Als Zweites möchte der Staatsrat die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Schulen und den regionalen Medien im Rahmen von pädagogischen Projekten verstärken. Dazu sind jährlich Mittel in der Höhe von 50'000 Franken beziehungsweise insgesamt 200'000 Franken vorgesehen.

Ende November 2023 hatte die Kantonsregierung zudem angekündigt, dass 18-Jährige beim Kanton auf Antrag ein kostenloses einjähriges Digitalabonnement für eine Regionalzeitung erhalten sollen. Diese Massnahme muss noch vom Grossen Rat abgesegnet werden. Die Kosten dafür schätzt der Staatsrat auf rund 900'000 Franken für fünf Jahre. (sda/spo)



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