14.06.2007

Roger Köppel

Kritik am Zürcher Journalistenpreis

NZZaS-Journalisten für "falsche" Recherchen prämiert.

Am vergangenen Dienstag wurde im Casinotheater Winterthur der Zürcher Journalistenpreis vergeben. Unter anderem gewannen Charlotte Jacquemart und Daniel Hug von der NZZ am Sonntag die begehrte Auszeichnung für ihre Artikelreihe über die Fusion der Swissfirst mit der Bellevue-Bank. Nun wird Kritik an der Jurierung laut: Weltwoche-Chefredaktor und -Verleger Roger Köppel drückt in der Rubrik "Tagebuch" sein Unverständnis über die Preisvergabe der Jury an die NZZaS-Journalisten aus. Diese seien für ihre "irreführenden bis falschen Recherchen" mit einem der angesehensten Schweizer Journalistenpreise prämiert worden, schreibt er in seinem Tagebuch in der aktuellen Weltwoche.

Die NZZaS hatte laut Köppel der Swissfirst und seinem Chef während Monaten vorgeworfen, bei der Fusion schwerwiegende Verfehlungen begangen zu haben: Schädigung von Pensionskassen in Millionenhöhe, persönliche Bereicherung des Managements, Kickback-, also Schmiergeldzahlungen an Pensionskassen sowie Insidervergehen. Köppel argumentiert, dass bislang keiner dieser Tatbestände, die gegen die Swissfirst und seinen Chef erhoben wurden, erhärtet werden konnte.


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