Mario Timbal, aktuell Leiter einer Kulturstiftung im südfranzösischen Arles, ist vom SRG-Verwaltungsrat zum RSI-Direktor gewählt worden. Er tritt sein Amt im Frühling 2021 an.
Der Verwaltungsrat der SRG sei damit dem Vorschlag des Regionalvorstands der RSI-Trägerschaft gefolgt, teilte die SRG am Freitag mit. Der gebürtige Tessiner Timbal habe im Nominationsverfahren mit seiner Sensibilität für die kulturelle Dimension der italienischsprachigen Schweiz und seinem grossen Netzwerk überzeugt.
Timbal, der Sohn der früheren Bundesanwältin Carla del Ponte, wurde 1977 in Locarno geboren und hatte später zuerst als Journalist bei der Zeitung Corriere del Ticino in Lugano gearbeitet. Ab 2009 war er in verschiedenen Funktionen beim Locarno Film Festival tätig. 2017 übernahm der die operative Leitung der Kulturstiftung Luma in Arles.
Er freue sich, ins Tessin zurückzukehren. Er könne sich keine motivierendere Aufgabe vorstellen, als zur Stärkung des Service public beizutragen und RSI durch die Phase des Wandels zu führen, lässt sich der neue Direktor in der Mitteilung zitieren.
Vorgänger Maurizio Canetta (64) tritt in der ersten Jahreshälfte nach 40 Jahren bei RSI, davon sechs Jahre als dessen Direktor, zurück (persoenlich.com berichtete). (sda/cbe)


