Nach dem Konkurs der Medien-Atelier Suisse AG stellt Meta Hiltebrand in einem Facebook-Post klar, dass sie und ihr Team keine Verantwortung für die finanzielle Schieflage trügen. «Wir haben auf Rechnung gearbeitet und keinerlei Einfluss auf diese AG gehabt», schreibt sie. Das Team sei für die Inhalte zuständig gewesen – nicht für die Unternehmensführung. Vom tatsächlichen Ausmass der Schulden habe man erst sehr spät erfahren.
Hiltebrand hatte das Magazin erst Anfang 2025 als Chefredaktorin übernommen und ihm mit «Einfach Kochen by Meta Hiltebrand» auch ihren Namen gegeben. Sie folgte auf Annemarie Wildeisen, die die Zeitschrift über 20 Jahre lang geführt hatte (persoenlich.com berichtete).
Gleichzeitig beschreibt die Köchin die persönlichen Folgen: Viele Teammitglieder hätten viel Zeit, Arbeit und teilweise eigenes Geld investiert und stünden nun vor grossen Herausforderungen. Hiltebrand hatte Ende April gegenüber dem Blick offene Forderungen von über 200'000 Franken beziffert.
Den Abonnentinnen und Abonnenten entschuldigt sie sich für die entstandene Unsicherheit – und sendet gleichzeitig ein Signal an den Markt: Das Team wäre bereit, mit einem neuen Verleger zusammenzuarbeiten, sei es für ein neues Magazin oder für Rezeptaufträge.
Über die Medien-Atelier Suisse AG wurde am 20. Mai der Konkurs eröffnet. Betroffen sind die Titel Wir Eltern, Einfach Kochen, Wohnrevue und die Plattform Swissmom. Ob einzelne Titel oder Markenrechte im Rahmen des Konkursverfahrens veräussert werden, ist noch offen. (cbe)
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18.06.2026 11:50 Uhr
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