In ganzseitigen Zeitungsinseraten richtet der Unternehmer Benard Duzhmani schwere Vorwürfe gegen den Beobachter (persoenlich.com berichtete). Die Zeitschrift habe ihm zu Unrecht illegale Methoden vorgeworfen und damit grossen Schaden angerichtet. 60 Mitarbeiter habe er wegen des Artikels entlassen müssen.
In den Inseraten unterstellt er dem Beobachter ein fremdenfeindliches Motiv. David Schärer von der Agentur Rod Kommunikation unterstützt ihn als Kommunikationsberater. Lesen Sie hier das Interview mit ihm.
Duzhmani stammt ursprünglich aus dem Kosovo und ist Gründer der Swiss Home Finance und anderer Firmen, die sich auf die Vermittlung von Versicherungsleistungen spezialisiert haben.
In der SonntagsZeitung macht Duzhmani die Hintergründe seines Ärgers publik: Seine Firma sei kurz vor dem Verkauf an eine grosse Versicherungsgesellschaft gestanden, nach dem Beobachter-Artikel habe sich der potenzielle Käufer aus Reputationsgründen zurückgezogen. Da die neue Branchenvereinbarung der Versicherer die Tätigkeit der unabhängigen Makler stark einschränkt, musste er den Personalbestand um zwei Drittel reduzieren.
Demnächst wird er Klage gegen Ringier Axel Springer Schweiz einreichen, den Verlag des Beobachters. In einem ersten Schritt geht er gegen die Verletzung von Persönlichkeitsrechten und unlauteren Wettbewerb vor, in einem zweiten will er Schadenersatzforderungen stellen – in Millionenhöhe. (pd/lol)

