Wie SRF auf Anfrage von persoenlich.com mitteilt, arbeitete der Sender in den letzten Wochen eng mit Schmitz zusammen und analysierte den Sachverhalt sowie die einzelnen Vorwürfe. Zu Beginn ist Schmitz noch hinter der Kamera tätig – im Verlaufe des Junis soll er wieder auf dem Bildschirm zu sehen sein. Über weitere Details gibt SRF aus personalrechtlichen Gründen keine Auskunft.
In einem SRF-internen Interview, das persoenlich.com vorliegt, räumt Tristan Brenn, Chefredaktor CR Video, rückblickend einen Fehler ein: Man hätte Schmitz nicht in «10 vor 10» auftreten lassen sollen. «Das hat ihn zu stark exponiert und damit öffentlich zur Zielscheibe gemacht.» Und er zieht eine grundsätzliche Lehre: «Wenn wir unsere Journalistinnen und Journalisten nicht schützen, entsteht eine gefährliche Signalwirkung – und niemand traut sich mehr, unbequeme Geschichten zu publizieren.»
Die Affäre hatte ihren Ursprung in seiner Recherche über das gefälschte Covid-Zertifikat von Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer, der daraufhin entlassen wurde (persoenlich.com berichtete). Die Weltwoche grub in der Folge rund 15 Jahre alte Facebook-Posts von Schmitz aus, die beleidigende Äusserungen enthielten – woraufhin SRF ihn vorläufig vom Bildschirm abzog.
Schmitz entschuldige sich «in aller Form» für seine privaten Facebook-Posts, so SRF auf Anfrage. Im internen Interview blickt Schmitz nach vorn: «Ich kann in Zukunft nur versuchen, den Menschen zu beweisen, dass ich daraus gelernt habe und diese Posts nichts mehr mit der Person, die ich heute bin, zu tun haben.» (cbe)
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12.05.2026 14:12 Uhr
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