Wie der Blick berichtet, übernahm Dominik Feusi im Herbst 2024 für den Nebelspalter eine Nahost-Analyse aus dem britischen Telegraph – laut der Recherche rund 90 Prozent nahezu eins zu eins, zunächst ohne Quellenangabe. Nach Blick-Recherchen und Angaben von Insidern soll das Blatt das Plagiat bereits damals bemerkt, aber nicht publik gemacht haben.
Nachdem der Blick die Zeitung erneut konfrontiert hatte, löste sie den Vertrag noch vor dem Stellenantritt am 1. Juli auf. Feusi räumte ein, es handle sich um ein klares Plagiat, für das es keine Entschuldigung gebe.
Die Ankündigung von Feusis Wechsel kostete die NZZ zwei prominente Mitarbeiter: Bundeshauschef Fabian Schäfer kündigte laut Bericht wegen Feusi, kurz zuvor ging Wirtschaftsexperte Hansueli Schöchli – beide offenbar wegen der rechtsliberalen Blattlinie von Chefredaktor Eric Gujer.
Der Nebelspalter nennt die Kritik an der ursprünglichen Quellenkennzeichnung in einer Stellungnahme berechtigt, hält die öffentliche Darstellung aber für «überzogen»: Feusi habe früh korrigiert und die Quellen offengelegt. Die Redaktion betrachte die Sache als abgeschlossen. (nil)
Korrigendum 2. Juni: In einer ersten Version stand, «Verleger Markus Somm soll interveniert haben». Das stimmt nicht, wie Somm im Nebelspalter-Podcast versichert.
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03.06.2026 12:42 Uhr
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