Nach dem Bakom-Entscheid über die Konzessionsvergabe an Radio Grischa, ist man bei den Südostschweiz Medien erleichtert. Was bedeutet der Entscheid und wie haben die Mitarbeiter das jahrelange Hin und Her erlebt? persoenlich.com hat beim Geschäftsführer Silvio Lebrument nachgefragt:

Herr Lebrument, Sie freuen sich sicher sehr über den Bakom-Entscheid. Wie werden Sie feiern?
Wir hatten bereits heute, kurz vor dem Mittag, einen Apèro organisiert und zusammen mit dem Team auf den Entscheid angestossen.
Was bedeutete der jahrelange Streit bezüglich fianziellen und zeitlichen Aufwand?
Der Aufwand war gross, ist jedoch schwer zu beziffern. Wir freuen uns jedenfalls, die Energie und die finanziellen Mittel künftig für das Radio aufwenden zu können. Im Gegensatz zu unseren Mitbewerbern hatten nur das Team und die Betreibergesellschaft etwas zu verlieren. Der psychologische Druck eines solchen Verfahrens auf das Team war insbesondere zu Beginn gross. Dies ist insofern stossend, weil viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige und heutige, seit gut einem Vierteljahrhundert gute Leistungen erbringen und sich aus gesetzlichen Gründen plötzlich in einer jahrelange Unsicherheit wiederfanden.
Haben Sie in den letzten Jahren trotzdem Konzessionsgelder bekommen? Werden diese nun – nach dem Bakom-Entscheid – höher ausfallen?
Wir haben 80 Prozent der für das Gebiet zugedachten Gebührengelder erhalten. Ist der Entscheid rechtskräftig, werden wir den vollen Anteil erhalten.
Werden Sie nun zusätzlich investieren können?
Der jahrelange Rechtsstreit hat einen gewissen Investitionsstau zur Folge. Dieser Bereich kann nun angegangen werden. Dazu kommt die Konzession, die ihre volle Wirkung erlangt. D.h. Der Kanton Glarus, den wir bisher nicht bedienen durften, kann nach Eintritt der Rechtskraft erschlossen werden. (eh)

