Den Auftakt machte eine Keynote von Dennis Winter, Journalist und Formatentwickler, der derzeit bei SRF tätig ist. Er plädierte für mehr Kooperationen zwischen Medienschaffenden und Newsfluencern – nicht um selbst zu Influencern zu werden, sondern um jüngere Zielgruppen mit investigativen Inhalten zu erreichen, heisst es in einer Medienmitteilung.
Im Zentrum der Konferenz stand die Brandkatastrophe von Crans-Montana. In einer Podiumsdiskussion erörterten Ludovic Rocchi (RTS), Leo Eiholzer (NZZ am Sonntag) und Susan Boos (Schweizer Presserat), wie Medien in Ausnahmesituationen arbeiten – und wo die Grenzen liegen. Zwei Workshops vertieften das Thema, darunter einer zur Frage, wie vertrauliche Justizdokumente aus laufenden Verfahren an Medien gelangen.
Ebenfalls auf dem Programm: die Epstein-Files. Die NZZ-Journalisten Forrest Rogers und Eike Hoppmann schilderten, wie sie sich durch die umfangreichen Datensätze gearbeitet und relevante Verbindungen zur Schweiz identifiziert haben.
Ausserdem gab es ein Gespräch mit der ägyptisch-palästinensischen Journalistin Youmna El Sayed, die als Al-Jazeera-Korrespondentin aus dem Gaza-Krieg berichtete, bevor sie vor zwei Jahren nach Ägypten flüchtete. Sie übte dabei auch Kritik an der internationalen Berichterstattung über den Konflikt. (pd/spo)

