10.06.2026

Lematin.ch

Roger Köppel wird Kolumnist in der Romandie

Das Westschweizer Newsportal der 20 Minuten Gruppe lanciert eine neue Rubrik «Meinungen». Dort publizieren neben der Redaktion auch externe Persönlichkeiten und Leserinnen und Leser ihre Standpunkte.

Meinungsbeiträge sollen künftig einen wesentlichen Pfeiler des redaktionellen Angebots bilden, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Sie befassen sich mit Themen aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Sport, Lifestyle oder Kulinarik. Als externe Autorinnen und Autoren werden unter anderen der frühere Fussball-Nationalspieler Johan Djourou, Weltwoche-Verleger Roger Köppel, SP-Ständerat Baptiste Hurni und Ex-Miss-Schweiz Whitney Toyloy genannt. Die Journalistinnen und Journalisten von lematin.ch veröffentlichen weiterhin eigene Analysen und Kommentare.

Einsendungen per E-Mail

Zudem können Leserinnen und Leser neu eigene Beiträge per Mail an die Redaktion senden. Nach Prüfung der Identität der Autorenschaft und der Inhalte werden ausgewählte Texte in der Rubrik veröffentlicht, die über ein eigenes Erscheinungsbild verfügt und auf der Startseite hervorgehoben wird.

Zur Wahl Köppels sagt Philippe Favre, Directeur Romandie der 20 Minuten Gruppe, gegenüber persoenlich.com: «Roger Köppel gehört zu den Persönlichkeiten, die zur öffentlichen Debatte beitragen können, ebenso wie andere Autorinnen und Autoren mit sehr unterschiedlichen Hintergründen.»

Live-Ticker bei wichtigen Ereignissen

Die Berichterstattung über aktuelle Ereignisse bleibt laut Mitteilung ein zentraler Bestandteil des Angebots, bei wichtigen Ereignissen unter anderem mit Live-Tickern.

Weiter baut lematin.ch laut Mitteilung seine Aktivitäten im Bereich Corporate Publishing aus: In Zusammenarbeit mit Veranstaltern und Institutionen entstehen im Rahmen von Kultur- und Sportpartnerschaften zusätzliche Inhalte und Reportagen rund um ausgewählte Events.

Mehrere Sparrunden seit 2021

Die Neupositionierung von lematin.ch ist das jüngste Kapitel einer langen Schrumpfgeschichte. Le Matin war über Jahrzehnte das auflagenstarke Boulevardblatt der Romandie, bekannt für Sport, People und pointierte Meinungen.

Anfang 2018 legte Tamedia die Redaktion von Le Matin mit jener von 20 minutes zusammen. Ein halbes Jahr später folgte der nächste Einschnitt: Im Juli 2018 stellte der Verlag die gedruckte Tageszeitung ein – begleitet von Protesten und einem Streik der Redaktion gegen das Print-Aus. Seither existiert die Marke nur noch als Newsportal innerhalb der 20-Minuten-Gruppe, wo sie nach einem Ausbau 2021 von mehreren Sparrunden erfasst wurde.

2023 strich die TX Group in der Westschweizer Redaktion 28 von 104 Stellen, mit dem Ende der 20-Minuten-Printausgaben per Ende 2025 fielen weitere 37 in der Romandie weg. Die bisher separaten Redaktionen wurden zu einer nationalen Einheit zusammengeführt; Philippe Favre, langjähriger Chefredaktor von 20 minutes, verantwortet seither als Directeur Romandie den Standort Lausanne. (pd/nil)


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