25.08.2005

Tages-Anzeiger

Rolf Bollmann wird neuer Verlagsleiter

Maili A. Wolf verlässt den "Tagi".

Rolf Bollmann (57) übernimmt spätestens per 1. Februar 2006 die Verlagsleitung des Tages-Anzeigers. Er ist seit 1999 Geschäftsführer von 20 Minuten und hat die Erfolgsgeschichte der Pendlerzeitung massgeblich mitgeschrieben, wie die Tamedia mitteilt.

Bevor Bollmann die Leitung von 20 Minuten übernahm, gründete er Immo Scout Schweiz, ein Tochterunternehmen des Metro-Konzerns. Zwischen 1994 und 1997 war er als Mitglied der Unternehmensleitung der AZ Medien Gruppe verantwortlich für die Verlagsleitung des Badener Tagblatts und später der Aargauer Zeitung.

Seine breite Erfahrung im Regionalzeitungsmarkt und die erfolgreiche Lancierung von 20 Minuten als leserschaftsstärkste deutschschweizer Zeitung prädestinieren Rolf Bollmann, die eingeschlagene Strategie des Tages-Anzeigers als regional verankerter Tageszeitung mit nationaler Bedeutung weiter voranzutreiben, heisst es in der Mitteilung von Tamedia.

Rolf Bollmann wird zum Zeitpunkt seines Austritts als operativer Geschäftsführer der 20 Minuten AG in deren Verwaltungsrat gewählt. Maili A. Wolf, die den Verlag seit 1. Mai 2003 führt, verlässt den "Tages-Anzeiger" spätestens mit dem Amtsantritt von Rolf Bollmann.

Die Nachfolge von Rolf Bollmann als Geschäftsführer der 20 Minuten AG tritt Marcel Kohler (45) an. Marcel Kohler war ab 1986 als Kundenberater und Verkaufsleiter für die NZZ tätig. Ab 1999 leitete er den Anzeigenmarkt der NZZ und war in dieser Funktion auch Stellvertreter des Verlagsleiters. Zu seinem Tätigkeitsgebiet gehörte ab 2002 zusätzlich die NZZ am Sonntag. Seit 2005 ist er Direktor der NZZ Media, einer Filiale der Publicitas AG. Seine Aufgabe als Geschäftsführer 20 Minuten tritt er spätestens am 1. Februar 2006 an.

Zudem hat sich der Verwaltungsrat der Tamedia AG für die Schaffung eines neuen Unternehmensbereichs Druck & Logistik unter Einbezug des Druckzentrums Bubenberg, der Verlagslogistik und der Vertriebsorganisation Zuvo entschieden. Damit trägt er der weiter zunehmenden strategischen Bedeutung des Druckzentrums Bubenberg sowie den deutlich höheren Druckvolumina Rechnung.


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