03.05.2026

UKW

Susanne Wille plant dreistufige Rückkehr

Die SRG will nach Informationen des SonntagsBlicks UKW nicht auf einmal vollständig wieder hochfahren, sondern schrittweise. Dabei will sie prüfen, wie viele Hörer sich zurückgewinnen lassen.
UKW: Susanne Wille plant dreistufige Rückkehr
In einem ersten Schritt sollen rund 85 Prozent der Bevölkerung wieder mit UKW versorgt werden. (Bild: Keystone/Martin Rütschi)

Die SRG wird nächste Woche beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) ein Gesuch stellen, damit ihre Sender wieder auf UKW empfangen werden können, berichtet der SonntagsBlick. In einem ersten Schritt sollen rund 85 Prozent der Bevölkerung wieder mit UKW versorgt werden – insbesondere entlang der grossen Verkehrsachsen. Mit diesem ersten Ausbauschritt wären in der Deutschschweiz auch die Regionaljournale wieder über UKW empfangbar. Die Betriebskosten belaufen sich auf rund 6,6 Millionen Franken pro Jahr. Die SRG geht davon aus, im Laufe des dritten Quartals 2026 auf Sendung gehen zu können.

In einem zweiten Schritt könnten rund 90 Prozent der Bevölkerung versorgt werden, das würde dann 8,1 Millionen Franken pro Jahr kosten und wäre frühestens im Oktober 2026 realisiert. Bis Ende 2028 könnte der dritte Schritt realisiert sein: 95 Prozent der Bevölkerung würden erreicht, Kosten: 14,8 Millionen pro Jahr.

Jeder Ausbauschritt soll einzeln geprüft werden. «Nach der Inbetriebnahme des ersten Ausbauschritts wird sich zeigen, wie die Bevölkerung und die Politik darauf reagieren und wie viele Hörerinnen und Hörer zurückgewonnen werden können», steht in einem internen SRG-Papier.

Für den vom Aussterben bedrohten Nischensender Radio SRF 2 Kultur indes gibt es eine gute Nachricht: Die SRG plant, alle drei Hörfunk-Programme wie früher auf UKW auszustrahlen. Ein Verzicht auf die Kultursendung wäre «medienpolitisch schwer vermittelbar», schreibt die SRG in einem internen Papier. SRG-Chefin Susanne Wille hofft, einen Teil der verlorenen Hörer wieder zurückzugewinnen. Aber: Laut der internen Publikumsforschung werde es schwierig, auf die ursprünglichen Werte zurückzukommen.

Die SRG hatte Ende 2024 die UKW-Verbreitung ihrer Sender ausgeschaltet. Der Schritt erfolgte im Hinblick auf die gesamte UKW-Abschaltung, die für Ende 2026 in der Schweiz geplant war. Letztes Jahr entschied das Parlament aber, die Abschaltung zu verschieben (persoenlich.com berichtete). Daraufhin entschied sich die SRG für eine Rückkehr auf UKW. (pd/spo)


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