18.11.2009

Bolivien

TV zeigt Vergewaltigung

Pressevereinigung von Santa Cruz forderte juristische Schritte.

Der bolivianische Fernsehsender Red Uno hat ein Video mit einer Vergewaltigungsszene gesendet und damit Empörung ausgelöst. Die Pressevereinigung von Santa Cruz forderte juristische Schritte gegen die beteiligten Journalisten, die dem Opfer nicht geholfen hatten. "Wir sind am Dienstag Zeugen einer Sendung geworden, in der Bilder von der Vergewaltigung einer 13-Jährigen durch vier junge Leute gezeigt wurden. So etwas ist unzeigbar, unmöglich und unmoralisch", sagte der Leiter der Vereinigung, Hernán Cabrera, am Mittwoch.

"So darf Journalismus nicht sein. Um eine Schlagzeile zu bekommen, um einen Exklusivbericht senden zu können, werden solche Dinge getan", kritisierte Cabrera. Aber ein Leben sei mehr wert als eine Schlagzeile. Die Pressefreiheit habe ihre Grenzen und sei kein Freibrief. Auch die Abgeordnete Marisol Abán forderte juristische Konsequenzen für den Sender und die Journalisten. Der Sender hatte die als echt bezeichneten Aufnahmen am Dienstag in seiner Morgensendung "El Mañanero" gesendet. Red Uno schwieg zunächst zu den Vorwürfen. (sda)


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