«Machen Daten uns besser? Oder bleibt wahrer Journalismus eine Sache von Menschen?», fragt Edito-Verleger Matthias Zehnder in einem Aufruf zur Umfrage. Datenjournalismus scheine immer wichtiger zu werden, schreibt der Verleger. «Wir möchten wissen, wie es in den Schweizer Redaktionen tatsächlich aussieht.» Die Befragung richtet sich an Medienschaffende und soll Erfahrungen aus der Praxis abbilden. Die Beantwortung dauere rund vier Minuten, schreibt Zehnder. Die Teilnehmenden können ihre Antworten anonym abgeben oder am Ende ihren Namen und ihr Medium angeben. Auch die Bereitschaft, sich zitieren zu lassen, kann angegeben werden.
Daten als journalistisches Werkzeug
Mit der Befragung will Edito eine Bestandsaufnahme zum Datenjournalismus in der Schweiz machen. Dabei geht es nicht nur um technische Möglichkeiten, sondern auch um die Frage, welchen Stellenwert datenbasierte Recherche und Aufbereitung in den Redaktionen tatsächlich haben. Die Befragung läuft noch bis zum 23. August.
«Je mehr Antworten wir erhalten, desto präziser können wir über Datenjournalismus berichten», so Zehnder gegenüber persoenlich.com. «Zahlen werden so zentral wie Zitate. Statistik so wichtig wie das Bier mit der Fraktionssprecherin. Journalismus ist längst datengetrieben. Offen ist, was mit den Geschichten passiert, die sich nicht auf Daten stützen.» Die Resultate sollen in einen Schwerpunkt zum Thema in der nächsten Ausgabe einfliessen. (ma)

