22.01.2026

Läderach

Barbara Wieser verlässt Geschäftsleitung

Der Chocolatier verliert ihre Chief People, Sustainability and Communications Officer nach anderthalb Jahren. Barbara Wieser widmet sich wieder ihrer Personalberatung Digital Heads.
Läderach: Barbara Wieser verlässt Geschäftsleitung
Barbara Wieser verlässt Ende Februar Läderach nach anderthalb Jahren als Chief People, Sustainability and Communications Officer. (Bild: zVg)

Nach anderthalb Jahren in der Geschäftsleitung als Chief People, Sustainability and Communications Officer verlässt Barbara Wieser Ende Februar Läderach. Dies geht aus einer internen Mitteilung hervor, die persoenlich.com vorliegt. Wieser wird sich wieder verstärkt ihrer Personalberatung Digital Heads widmen. Für Läderach ist sie aktuell zu 80 Prozent tätig, die verbleibenden 20 Prozent arbeitet sie für ihr eigenes Unternehmen.

Als Wieser im August 2024 zu Läderach kam, ging sie davon aus, dass dies für mehrere Jahre ihre berufliche Heimat werden würde. «Die Aufgaben sind ja auch spannend und vielfältig», sagt sie in einem internen Interview. Sustainability sei ein Thema, das bei Läderach noch unglaublich viel Gestaltungsmöglichkeiten biete, und in einem wachsenden Unternehmen wie Läderach komme Themen wie Recruiting und zeitgemässer Personalarbeit eine herausragende Bedeutung zu.

Doch Wieser hat noch ein anderes berufliches «Baby»: Digital Heads, ihre Personalberatung, die stark mit ihr als Person gleichgesetzt werde. Als sie das Angebot von Läderach annahm, war sie sich zu 100 Prozent sicher, dass sie ihr eigenes Unternehmen bestens aufgestellt habe. Sie habe unterschätzt, wie sehr Digital Heads mit ihr gleichgesetzt werde. «Personalberatung ist zuallererst ein ‹Peoples Business›», sagt sie. Reputation und Vertrauen liessen sich nicht einfach so übertragen. Das müsse man selbst erarbeiten.

Mit 13 Jahren sei Digital Heads nun im «Teenager»-Alter und benötige mehr Aufmerksamkeit, als sie ursprünglich erwartet habe. In den kommenden sechs Wochen bis zum Wechsel plane sie, die Zeit zu nutzen, damit ihre bisherigen Verantwortungsbereiche gut an ihre neuen Bestimmungshäfen gelangen. (pd/cbe)


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KOMMENTARE

Uwe Tännler
23.01.2026 11:17 Uhr
Welcome back und viel Erfolg. Das war kein überraschender Effekt, sondern eine Fehlannahme von Anfang an. Personalberatung ist kein skalierbares Geschäftsmodell im klassischen Sinn, sondern konsequent personenbezogen. Wer glaubt, Reputation, Vertrauen und Kundenbindung liessen sich strukturell übertragen, verkennt die Realität dieses Marktes. Personalberatung ist Peoplebusiness – Punkt. Kunden vertrauen Personen, nicht Strukturen. Auch die besten Mitarbeitenden ersetzen die Gründerin nicht. Wer glaubt, das Geschäft läuft weiter, sobald sie sich zurückzieht, verkennt die Realität. Nach 30 Jahren Selbstständigkeit in der Branche weiss ich, wovon ich spreche.
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