Die neue Plattform ermögliche Werbetreibenden den direkten Zugang zum digitalen Werbeinventar von über 40 Schweizer Medienmarken, heisst es in einer Medienmitteilung. OneDSP bündelt das Premium-Inventar namhafter Titel wie 20 Minuten, Blick, NZZ, Tages-Anzeiger und Watson. Getragen wird die gemeinsame Initiative von den vier grossen privaten Medienunternehmen und ihren Vermarktungsorganisationen.
1,5 Millionen Unique User direkt adressierbar dank OneLog
Insgesamt können Werbetreibende mehr als 4 Millionen Unique User erreichen, davon sind 1,5 Millionen direkt adressierbar durch die Integration der Schweizer ID-Lösung OneID. Diese seit Juni 2024 bestehende Identifikationslösung bildet das technologische Rückgrat für eine überlappungsfreie Zielgruppenansprache.
Technologisch basiert OneDSP auf der etablierten Demand-Side-Plattform von Adform sowie auf Data-Clean-Room-Lösungen von Decentriq. Dies ermögliche Cookie-freies Targeting mit First-Party-Daten unter Einhaltung der DSGVO und des Schweizer Datenschutzgesetzes, heisst es von den Initianden der neuen Plattform. Die Lösung verspricht höchste Datensicherheit bei gleichzeitig effizienter Zielgruppenansprache. «Viele Werbetreibende wünschen sich eine Alternative zu den internationalen Plattformen – unabhängig, transparent und mit Schweizer Datenhoheit», wird Silvano Oeschger, CEO von OneLog in der Medienmitteilung zitiert.
«Meilenstein für die Schweizer Werbewirtschaft»
Vanessa Habisreutinger von Sir Mary Media bezeichnet OneDSP als «Meilenstein für die Schweizer Werbewirtschaft». Die Plattform richtet sich an Mediaagenturen und Direktkunden und bietet sowohl Self-Service-Optionen als auch die Abwicklung über ausgewählte Partneragenturen.
Eine aktuelle PwC-Studie im Auftrag des Verlegerverbands Schweizer Medien (VSM) belegt den Bedarf nach solchen Lösungen. Demnach verlagert sich der Medienkonsum verstärkt auf digitale Formate, während Werbebudgets vermehrt an internationale Plattformen fliessen. 85 Prozent der befragten Werbeauftraggeber bewerten die Glaubwürdigkeit des Werbeträgers als sehr relevant, 82 Prozent die Reichweite und 81 Prozent die Qualität des Werbeumfelds. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass journalistische Medien eine höhere Werbeerinnerung erzielen als Social Media. (pd/nil)


