17.07.2016

Alberto Venzago

Voodoo-Auktion brachte über 50'000 Franken

Die Auktion mit Kultobjekten und Voodoo-Bildern von Alberto Venzago war ein Erfolg. Rekordpreis für ein Bild war 7300 Franken.
Alberto Venzago: Voodoo-Auktion brachte über 50'000 Franken
Bekam gute Energie per Kurznachricht: Alberto Venzago bei der Auktion seiner Bilder.

Die Auktion der Kultgegenstände und Voodoo-Bilder von Starfotograf Alberto Venzago bei den Hammer Auktionen in Zürich-Altstetten erfüllte ihre Erwartungen (persoenlich.com berichtete).

Saalbieter, schriftliche Gebote sowie Onlinebieter sorgten am Samstagabend dafür, dass das gesteckte Ziel von 50'000 CHF Umsatz erreicht wurde. Wie angekündigt, spenden nun Alberto Venzago und Hammer Auktionen dem Mahoulissa-Kloster in der Küstenstadt Ouidah (Benin) 5'000 CHF für dringend nötigen Renovationen. 

Fotografie erzielt 7300 Franken

Das höchste Resultat der rund 100 Objekte umfassenden Versteigerung (Experte Donovan Eichele) erzielte eine Voodoo-Fotografie von Alberto Venzago mit 7'300 Franken. Dieses Bild zierte auch die Filmplakate und das Fotobuch. Im Vorfeld wurde nochmals der legendäre Venzago-Film  «Vodoo – Mounted by the Gods» gezeigt. Auch 18 Jahre nach dessen Premiere begeisterte er das Publikum immer noch.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion, die von «persönlich»-Verleger Matthias Ackeret geleitet wurde, diskutierten Venzago und der Basler Pfarrer Andreas Klaiber inwiefern Voodoo ein fauler Zauber sei. Beide Gesprächspartner dementierten dies und bekundeten grossen Respekt vor der Voodoo-Religion.

Mit der Vespa durch Afrika

Venzago schilderte nochmals wie er in den 80-er Jahren auf einer Vespatour durch Afrika auf das Mahoulissa-Kloster gestossen sei. Dabei sei die Idee entstanden, einen Film über den ganzen Kult zu drehen. Bei den Filmarbeiten und auch später wurde er immer wieder mit nicht erklärbaren und auch unheimlichen Ereignissen konfrontiert. Gleichzeitig hätten ihm die Voodoo-Priester bei der Heilung eines Verwandten geholfen.

Bei der Filmpremiere verbrannte eine Filmrolle, bei der anschliessenden Vorführung bei den Solothurner Filmfestspielen fiel während Stunden das Licht aus. Für die Auktion in Zürich, so erklärte Venzago, hätten ihm die Voodoo-Mönche aber gute Vibes versprochen.  Dies hätten sie ihm per What's-App mitgeteilt.

Andreas Klaiber, der sich selbst mit afrikanischen Ritualen auseinandersetzt, meinte, dass der Glaube dort beginne, wo irrationeles stattfinde. Und dies sei Voodoo zweifelsohne der Fall.

Die nicht verkauften Voodoo-Werke können noch bis am 29. Juli an der Baslerstrasse 71 im Rahmen einer Nachverkaufsausstellung besichtigt werden (Montag bis Freitag, jeweils von 14 bis 18 Uhr).

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(ma)


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