Die Spende erfolgte wenige Tage nach der Ausstrahlung des SRF-Dokfilms «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» vom 22. Januar. Darin tritt Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe, als einziger Vertreter der Immobilienbranche auf.
Der Film habe tatsächlich den Ausschlag für die Spende gegeben, wird Balz Halter in einem Artikel der Schweiz am Wochenende zitiert. Die Sendung sei so tendenziös gewesen, dass die Familie den Entschluss gefasst habe, mit einem Beitrag die SRG-Initiative zu unterstützen. Halter sagt, er sei als liberaler Geist schon vorher für die Initiative gewesen. Die Befürworter der Initiative verfügen nun über rund 1,9 Millionen Franken, die Gegner über 3,9 Millionen Franken.
Der Dok-Film thematisiert die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt mit Leerkündigungen und explodierenden Mietpreisen. Halter kritisiert, die Immobilienbranche werde als Problem statt als Teil der Lösung dargestellt. Auch die FDP Zürich reichte Beschwerde ein und fordert die Löschung des Films aus dem Archiv. SRF weist die Vorwürfe zurück und steht weiterhin hinter dem Film.
«Pro- und Kontra-Argumente verständlich erklärt»
SRF-Direktorin Nathalie Wappler verteidigt gegenüber dem SonntagsBlick den Film. «Alle, die den Film sehen, erhalten die wichtigsten Pro- und Kontra-Argumente verständlich erklärt», so Wappler. Der Film habe einen Nerv der Zeit getroffen: «Bezahlbare Wohnungen werden beim Sorgenbarometer ganz oben genannt. (…) Es ist ein wichtiges und emotionales Thema, und genau das zeigt der Film», wird Wappler im SonntagsBlick zitiert. (nil)
KOMMENTARE
09.02.2026 14:43 Uhr
09.02.2026 11:06 Uhr
09.02.2026 09:13 Uhr

