07.02.2026

Halbierungsinitiative

Bauunternehmer spendet wegen kritischem SRF-Dok

Die BFG Halter KLG unterstützt den Abstimmungskampf für die SRG-Initiative mit 100’000 Franken. Das berichtet die Schweiz am Wochenende. Derweil verteidigt SRF-Direktorin Nathalie Wappler den Dok-Film über den Immobilienmarkt.

Die Spende erfolgte wenige Tage nach der Ausstrahlung des SRF-Dokfilms «Wo-wo-Wohnungsnot – Das Zürcher Monopoly» vom 22. Januar. Darin tritt Balz Halter, Verwaltungsratspräsident der Halter Gruppe, als einziger Vertreter der Immobilienbranche auf.

Der Film habe tatsächlich den Ausschlag für die Spende gegeben, wird Balz Halter in einem Artikel der Schweiz am Wochenende zitiert. Die Sendung sei so tendenziös gewesen, dass die Familie den Entschluss gefasst habe, mit einem Beitrag die SRG-Initiative zu unterstützen. Halter sagt, er sei als liberaler Geist schon vorher für die Initiative gewesen. Die Befürworter der Initiative verfügen nun über rund 1,9 Millionen Franken, die Gegner über 3,9 Millionen Franken.

Der Dok-Film thematisiert die aktuelle Situation auf dem Immobilienmarkt mit Leerkündigungen und explodierenden Mietpreisen. Halter kritisiert, die Immobilienbranche werde als Problem statt als Teil der Lösung dargestellt. Auch die FDP Zürich reichte Beschwerde ein und fordert die Löschung des Films aus dem Archiv. SRF weist die Vorwürfe zurück und steht weiterhin hinter dem Film.

«Pro- und Kontra-Argumente verständlich erklärt»

SRF-Direktorin Nathalie Wappler verteidigt gegenüber dem SonntagsBlick den Film. «Alle, die den Film sehen, erhalten die wichtigsten Pro- und Kontra-Argumente verständlich erklärt», so Wappler. Der Film habe einen Nerv der Zeit getroffen: «Bezahlbare Wohnungen werden beim Sorgenbarometer ganz oben genannt. (…) Es ist ein wichtiges und emotionales Thema, und genau das zeigt der Film», wird Wappler im SonntagsBlick zitiert. (nil)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Ueli Custer
09.02.2026 14:43 Uhr
Dass die Haltergeschichte in den CH-Medien so gross aufgezogen wird ist ein klarer Fall von Konzernjournalismus. Schliesslich besitzt CH-Media ja den grössten Teil der privaten Radio- und TV-Sender in der Deutschen Schweiz.
Victor Brunner
09.02.2026 11:06 Uhr
Stefan Widmer, wenn Linke spenden weil sie mit etwas unzufrieden sind zeugt das von Demokratie-Verständnis, wenn Leute von rechts spenden nicht. SRG SSR ist zutiefst undemokratisch. Wenige haben faktisch das Meinungsmonopol im TV und Radiobereich, ein Korrektiv besteht nicht oder weil andere Medien nicht genau hinschauen. "Eine Krähe hackt ja keiner anderen das Auge aus!"
Stefan Widmer
09.02.2026 09:13 Uhr
Das typische Demokratie-Verständnis von Rechts. Wenn man etwas kritisiert wird fühlt man sich als Opfer (Trump ist ja auch immer das Opfer) und will den Kritiker abschaffen. Genau dieses Verhalten zeigt, warum man eine SRG braucht.
Kommentarfunktion wurde geschlossen