Obwohl Mobile Marketing bereits im vergangenen Jahr eines der grossen Buzzwords war, scheiden sich bei der Bewertung des neuen Werbemediums noch immer die Geister. Lediglich 32 Prozent der jeweils 30 grössten Werbe-, Dialogmarketing- Media- und Multimediaagenturen Deutschlands haben Mobile Marketing im Angebot. Nur 41 Prozent der befragten Agenturen schätzen seine Bedeutung als hoch oder sehr hoch ein. Berlecon Research hat von August bis November 2001 eine umfassende Bestandsaufnahme des deutschen Marktes für Mobile Marketing vorgenommen.
Das mangelnde Vertrauen ist laut Berlecon Research vor allem darauf zurückzuführen, dass Mobile Marketing häufig als "Direkt-Mailing" per SMS verstanden wird. Dazu der Geschäftsführer von Berlecon Research, Dr. Thorsten Wichmann: "Mobile Marketing wird immer noch reduziert auf so genannte Push-Werbung, d.h. die mehr oder weniger erwünschte Zusendung von Werbebotschaften auf das Handy. Dabei ist Mobile Marketing deutlich mehr: Das Mobiltelefon kann u.a. sehr effizient in Verbindung mit traditioneller Werbung genutzt werden. So gibt es erfolgreiche Kampagnen zur Produkteinführung, in denen per Plakat oder Print-Anzeige z.B. ein Gewinnspiel beworben wird, zu dem man sich dann per Handy anmelden kann."
Auch in der Produktpolitik räumen die Berliner Wirtschaftsforscher dem Mobile Marketing eine grosse Bedeutung ein. Hier können mobile Zusatzservices und mobile Produkt-Features wesentlich zur Kundenbindung beitragen und neue Zielgruppen an die Angebote der Unternehmen heranführen. Image- und Markenbildung sowie Marktforschung sind weitere Erfolg versprechende Einsatzbereiche für Mobile Marketing.

