Die SBB haben Coca-Cola per sofort aus dem Angebot der Bordgastronomie gestrichen. In den 120 Zugrestaurants werde das US-Getränk durch das Schweizer Produkt Vivi Kola ersetzt. Die Bahn wolle damit bewusst ein Zeichen für «Swissness» setzen.
Die SBB lege in ihren Speisewagen seit einigen Jahren einen grossen Fokus auf regionale und saisonale Produkte, hiess es bei der SBB-Medienstelle auf Anfrage von Keystone-SDA. «Dies kommt bei unseren Gästen sehr gut an.» Es gebe auch weitere neue Schweizer Produkte auf der Sommerkarte.
Schon länger setze die Bahn zudem ausschliesslich auf Schweizer Wein und Schweizer Bier. Die SBB bestätigten damit einen Bericht des Blick. Während Migros und Denner den Schweizer Coca-Cola-Abfüller wegen Preiserhöhungen wohl nur vorübergehend boykottierten, sei die Entscheidung der SBB dauerhaft, so der Blick.
Auf Anfrage hiess es bei Coca-Cola Schweiz, man sei immer zu Gesprächen bereit. Das Unternehmen produziere seit 1963 hierzulande mit derzeit über 95 Prozent lokalen Zutaten.
Neuer Markenauftritt
Zeitgleich mit der Einführung in den Speisewagen tritt Vivi Kola mit einem einheitlichen Markenauftritt unter dem Namen Vivi auf. Das neue Design ist modern und zeitlos, wie das Unternehmen Vicollective mitteilte. Der Relaunch markiert das 15-Jahr-Jubiläum der Marke aus Eglisau, wie es in einer Mitteilung heisst.
«Die Einführung von Vivi Kola in den Speisewagen der SBB macht uns unglaublich stolz», sagte Ramon Schalch, CEO der Vicollective AG. Die Partnerschaft sei ein Zeichen für Vertrauen in Schweizer Qualität.
Elvetino, die SBB-Tochter für die Bordgastronomie, bedient täglich rund 14'000 Gäste mit Schweizer Produkten. Über eine Million Menschen nutzen täglich die Bahninfrastruktur. (sda/pd/cbe)

