In einer Zeit, wo es zunehmend schwierig wird, mit Journalismus Geld zu verdienen, müssen sich Medienhäuser kreativ zeigen. CH Media zum Beispiel bietet neu Anlageprodukte an, wie das Fachportal Tippinpoint berichtet.
Man reagiere damit auf ein wachsendes Bedürfnis der Leserschaft nach «konkreten Anlagemöglichkeiten» und nutze die «redaktionelle Expertise, um mit ausgewählten Partnern konkrete Leserangebote zu vermarkten», wird die Medienstelle zitiert.
Bereits seit vielen Jahren betreibt der Finanzexperte François Bloch einen Börsenblog, der mit seinen Empfehlungen in der «Schweiz am Wochenende» eine grosse Fan-Community aufgebaut hat, schreibt Tippinpoint.
Laut Angaben von CH Media erhalte der Verlag «einen kleinen Anteil von rund einem Drittel der jährlichen Gebühren von 80 Basispunkten». Angenommen, es gelingt, zehn Millionen Franken in die Strategien zu platzieren, würden nur rund 26'000 Franken an das Verlagshaus fliessen, hat Tippinpoint errechnet.
Es sei, laut Portal, das erste Mal, dass ein grosses Verlagshaus Finanzprodukte anbietet. Bislang waren es meist auf Anlagethemen spezialisierte Medien, die im Geschäft für Finanzprodukte tätig waren. (spo)

